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    Fight Club

    Martin Beck

    „Fight Club“ ist einer von jenen Filmen, die man mit bloßen Worten kaum richtig fassen kann. Es geht um einen verdammt nervösen Büro-Angestellten und einen Seifenverkäufer, die zusammen den titelgebenden Club gründen: Eine untergrundige Vereinigung, bei der sich die Mitglieder mal so richtig auf die Fresse geben. Und darüber nicht nur Stress abbauen, sondern auch eine neue Revolution starten.

    Hmm, okay, nur geht es in „Fight Club“ noch um viel mehr. Und zwar um so viel mehr, dass man den Film einfach selber sehen muss. Um danach entweder völlig angepisst von dannen zu wanken oder mit leuchtenden Augen erstmal drei Essays über David Fincher zu verschlingen. David Fincher, den Regisseur von „Fight Club“ - der sich hiermit als einer der großen Visionäre seiner Generation empfahl. Einer, der im Mainstream-Kino seine eigene Handschrift findet. Und uns Themen um die Birne haut, die man eigentlich in rumpeligen Independent-Filmen erwarten würde.

    „Fight Club“ ist ein böser, gemeiner, witziger, eleganter und definitiv kontroverser Film. Edward Norton und Brad Pitt, die beiden Hauptdarsteller, lassen hier richtig die Sau im Alpha-Mann heraus und wüten mehr, als man ihnen jemals zugetraut hätte. Wenn der Film für manche gar eine Bedrohung darstellt, dann liegt das vor allem daran, dass er die Sicherheit der modernen Welt in Frage stellt. Wenn man sich in die Gesellschaft integriert, landet man unweigerlich in Paranoia-Hausen. Leben aber heißt Gefahr. Leben heißt Gewalt.

    Liest sich das alles verdammt tief und wichtig? Na hoffentlich. Doch „Fight Club“ ist zuallerst einmal ein richtig heisser Ritt, dessen Humor und Art der Inszenierung bis heute noch prägende Auswirkungen haben. Was soll man sagen: „Fight Club“ rockt. Und ist so sehr „Muss“ wie kaum ein anderer Film sich das jemals erträumen kann.

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