Nicht jeder kann „Jurassic World“ sein. Wo das Dino-Spektakel einen Rekord nach dem nächsten bricht, schauen andere Filme in die Röhre und fahren an den Kinokassen Minusrekorde ein. Wir haben einmal die bisher größten Flops 2015 herausgesucht und bei diesen Zahlen schlackern einem die Ohren. 

 

Projekt: Neuland

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Projekt: Neuland

Wie wir alle wissen zählt in Hollywood nicht nur Qualität, sondern es wird auch akribisch auf die Einspielergebnisse geschaut. Universal dürfte in diesem Jahr mit einem dicken Grinsen unterwegs sein, denn die Filme „Jurassic World“ und „Fast & Furious 7“ brachen beide die 1-Milliarde-Dollar-Marke und sorgten damit für einen wahren Geldregen. Andere Blockbuster werden ihrem Namen da gar nicht so gerecht, denn statt die Massen in die Kinos zu locken bleiben die Zuschauer dem Film lieber fern und suchen nach Alternativen. Wir sind in der Mitte des Jahres 2015 angekommen und es wird Zeit ein kleines Fazit zu ziehen, welche Filme an den Kinokassen versagten und damit schon jetzt als Flops 2015 in die Filmgeschichtsbücher eingehen. Das sind die bisher größten Film-Flops 2015!

Eine kleine Anmerkung: Wir beziehen uns hier ausschließlich auf den finanziellen Aspekt und reden nicht über die Qualität der Filme. Dabei schauen wir, wie viel Geld in die Produktion geflossen ist und wie viel am Ende dabei herauskam. Sicherlich gibt es viele Filme dort draußen, die noch viel viel weniger eingespielt haben, doch wir wollen uns auf die großen Filme konzentrieren, die an den Kinokassen enttäuschten.

Die bisher größten Flops 2015

A World Beyond

  • Kosten: 190 Millionen US-Dollar
  • Einspiel: 202 Millionen US-Dollar

Die Vorzeichen für Disneys „A World Beyond“ standen gar nicht mal so schlecht: Mit Brad Bird war ein klasse Regisseur mit an Bord, George Clooney ist ein Publikumsliebling und die Idee des Films war unverbraucht, frisch und irgendwie faszinierend. Doch die Kritiker, inklusive uns, waren am Ende leider etwas enttäuscht und auch wenn wir allein die Zahlen betrachten, dürfte es einem „A World Beyond 2“ wohl recht schwerfallen, grünes Licht zu bekommen: Der Sci-Fi-Streifen versagte kläglich an den Kinokassen.

Allein die Produktionskosten von „A World Beyond“ belaufen sich auf schätzungsweise 190 Millionen US-Dollar und wenn wir jetzt noch die Kosten für Werbung, die bei 150 Millionen US-Dollar und mehr liegen, addieren, dann dürfte Disney mit „A World Beyond“ 120-140 Millionen US-Dollar in den Sand setzen. Weltweit konnte „A World Beyond“ nur knapp 200 Millionen US-Dollar einspielen, womit der Film gerade einmal die Produktionskosten wieder drin hat.

Das ist ein massiver Verlust, doch wenn es ein Studio gibt, das auch riesige Flops überlebt, dann ist es Disney, denn schon bei „Lone Ranger“, der das Studio immerhin 190 Millionen US-Dollar Verlust bescherte, kamen sie mit einem kleinen Kratzer davon.

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A World Beyond - Trailer Deutsch


Mortdecai

  • Kosten: 60 Millionen US-Dollar
  • Einspiel: 30 Millionen US-Dollar

Johnny Depp hat es nicht einfach: Nachdem schon „Lone Ranger“ katastrophal nach Hinten losging und auch „Transcendence“ im Jahre 2014 weit hinter den Erwartungen zurückblieb, floppte in diesem Jahr auch die Gauner-Komödie „Mortdecai“ gnadenlos an den Kinokassen. Der 60 Millionen US-Dollar teure Film konnte weltweit gerade einmal 30 Millionen US-Dollar wieder einspielen und hat damit nicht einmal seine Produktionskosten erreicht. Damit ist das der größte Flop, den Johnny Depp seit 15 Jahren eingefahren hat. Zum Vergleich: Der Film startete in den USA auf 2500 Leinwänden und nahm dabei noch weniger ein als „The Rum Diary,“ „Blow“ and „The Ninth Gate“, die zum Start in weniger Kinos anliefen.

Pro & Contra: Ist Johnny Depp am Ende?

Doch in den kommenden Jahren dürfte sich die Erfolgskurve des Schauspielers wieder nach oben zeigen, denn er wird nicht nur in einem Sequel zu „Alice im Wunderland“ zu sehen sein, sondern auch „Fluch der Karibik 5“ befindet sich auf dem Weg zu uns. Zuvor beweist Depp jedoch erst einmal im Gangsterstreifen „Black Mass“, dass in ihm sehr wohl ein herausragender Schauspieler steckt!

Mortdecai - Trailer #2 Deutsch

Jupiter Ascending

  • Kosten: 176 Millionen US-Dollar
  • Einspiel: 181 Millionen US-Dollar

Die Wachowski-Geschwister lieferten mit der „Matrix“-Trilogie einen Meilenstein des Sci-Fi-Genres ab, doch danach folgten zahlreiche Box-Office-Fehlschläge, darunter unter anderem „Speed Racer“ (Kosten: 120 Millionen US-Dollar, Einspiel weltweit: 93,9 US-Dollar) und „Cloud Atlas“ (Kosten: 100 Millionen US-Dollar, Einspiel weltweit: 130,5 Millionen US-Dollar).

Unsere Kritik zu Jupiter Ascending

Doch dann kam endlich das lang verschobene Sci-Fi-Spektakel „Jupiter Ascending“ mit Mila Kunis und Channing Tatum in der Hauptrolle in die Kinos und die Rettung schien nah. Doch leider versagte auch dieser Versuch zu punkten erneut, auch wenn der Film sich vor allem außerhalb der USA zu einem kleinen Hit mauserte. Die Kosten für „Jupiter Ascending“ betrugen rund 176 Millionen US-Dollar, in den USA konnte der Film lediglich 45 Millionen US-Dollar wieder einspielen. Doch weltweit legte er ordentlich was oben drauf, was ihn am Ende auf 180 Millionen US-Dollar rettet. Das ist ein Plus von 5 Millionen US-Dollar, doch darin sind noch nicht die Kosten für Werbung eingerechnet, was den Film am Ende dennoch ordentlich ins Minus zieht.

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Mir „Sense8“ konnten die Wachowski-Geschwister jetzt jedoch eine Netflix-Serie vorlegen, die nicht nur die Kritiker begeistert, sondern auch bei den Zuschauern gut ankommt. Vielleicht sind die Beiden im TV einfach viel besser aufgehoben.

"Jupiter Ascending" - Trailer deutsch