Fast jeder kauft in regelmäßigen Abständen beim Versandhändler Amazon ein. Das riesige Unternehmen bietet unzählige Produkte an, die innerhalb kürzester Zeit geliefert werden. Doch trotz des immensen Erfolges hat Amazon mit einem großen Problem zu kämpfen, das man nun angeht. 

 

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Fake-Bewertungen bei Amazon: 20.000 falsche Rezensionen gelöscht

Wer mit seinem Produkt potenziell möglichst schnell eine besonders große Masse erreichen will, der kommt am Marktplatz von Amazon fast nicht vorbei. Der Versandhändler hat Tausende Produkte im Angebot und bietet eine riesige Kundenvielfalt. Das Problem an der Sache: Wie sorgt man als Händler dafür, dass das eigene Produkt in der Masse nicht untergeht?

Um dem entgegenzuwirken, setzen einige Verkäufer auf gekaufte Fake-Rezensionen, die ihren Produkten eine gute Qualität bescheinigen und 5 Sterne geben. Auf diese Weise landen Schrottartikel in den Bestseller-Listen. Die Leidtragenden sind am Ende die Kunden, die sich beim Kauf oftmals auf die Nutzerbewertungen stützen.

Amazon ist sich diesem Problem bewusst und hat in Großbritannien mit einer Aufräumaktion ein erstes Signal gesetzt. 20.000 Fake-Bewertungen hat man aus dem Online-Shop entfernt, wie die Financial Times berichtet. 9 von 10 Top-Rezensenten der Plattform sollen verdächtige Bewertungen verfasst haben. Von 7 dieser 9 Verdächtigen sollen im Anschluss Bewertungen gelöscht worden sein.

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Aktiv ist Amazon aber erst geworden, nachdem andere Unternehmen auf den Missstand hingewiesen haben – dabei hätten die entsprechenden Rezensionen schon viel früher auf dem Radar des Online-Händlers landen müssen. So gab einer der verdächtigen Rezensenten im Schnitt etwa alle 5 Sekunden eine Bewertung ab.

Neben Fake-Bewertungen findet man auf Amazon auch immer wieder Einträge, bei denen man sich einfach nur an den Kopf fassen kann:

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Diese Amazon-Rezensionen sprengen die Absurditäts-Skala

Gekaufte Bewertungen: Amazon kündigt harte Strafen an

Verbrechen lohnt sich nicht – so sagt man zumindest. Damit das auch endlich zu den Verkäufern und den Anbietern von Fake-Rezensionen durchdringt, schwingt Amazon jetzt den Bannhammer. Der Versandriese kündigte an, dass man rigoros gegen die Verantwortlichen vorgehen werde und im schlimmsten Fall auch die Konten sperrt. Ob das Abschreckung genug ist, bleibt abzuwarten. Bis dahin gilt beim Einkauf auf Amazon weiterhin: Nutzerbewertungen sollten kritisch beäugt werden.