Viele Besitzer von Android-Smartphones könnten bald vor verschlossenen Türen stehen. Grund dafür ist eine Änderung im Hintergrund, die eigentlich dafür gedacht war, das Browsen im Internet sicherer zu machen. Ein Ausweg existiert zwar – doch der funktioniert nur zur Hälfte.

 

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Bei der Diskussion um fehlende oder verzögerte Android-Updates wird oft vergessen, dass damit nicht nur die neuesten Features auf der Strecke bleiben, sondern auch die Sicherheit. Wie aktuell dieses Thema trotz aller Fortschritte noch immer ist, zeigt jetzt das Problem um Sicherheitszertifikate auf Android-Smartphones.

Android-Smartphones können nicht mehr alle Webseiten besuchen

Android-Smartphones mit Android 7.1.1 oder niedriger werden ab 2021 nicht mehr in der Lage sein, alle Webseiten im Internet zu besuchen, berichtet Android Police. Grund dafür ist der Wechsel eines Sicherheitszertifikats, das im Hintergrund den sicheren Datenaustausch zwischen Webseite und Endgerät regelt. Millionen Android-Smartphones haben noch Android 7.1.1 oder niedriger an Bord, deren Besitzer werden also de facto ausgesperrt.

Theoretisch ist es zwar möglich, ein Update für diese Geräte zu verteilen und so den Zugang zu den Webseiten weiter sicherzustellen. Die meisten der betroffenen Smartphones haben aber bereits das Ende des Softwaresupports erreicht. Zu Erinnerung: Android 7.1 wurde vor mehr als vier Jahren vorgestellt. Dass Hersteller auf Uralt-Handys noch ein außerordentliches Update verteilen, dürfte sehr unwahrscheinlich sein.

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Firefox-Browser für Android bringt die Lösung – zumindest teilweise

Ganz hoffnungslos ist die Lage aber nicht. Der Firefox-Browser für Android bietet das notwendige Sicherheitszertifikat von Haus aus an. Damit können betroffene Handy-Besitzer also auch in Zukunft noch alle Webseiten besuchen. Wirklich komfortabel ist das jedoch nicht. Denn einerseits müsste man alle Lesezeichen und Passwörter zu Firefox überführen. Andererseits verwenden etwa auch Apps das im Android-Smartphone eingebaute Sicherheitszertifikat, das bald ausläuft. Einige Anwendungen werden also auch mit dem Workaround nicht mehr richtig funktionieren.