Schwere Zeiten für Apple brechen an, Schützenhilfe gibt's auch aus dem Weißen Haus nicht: Trump macht klar, dass er sich um den Gedeih des iPhone-Herstellers nicht kümmert. Der US-Präsident verfolgt „wichtigere“ Ziele.

 

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Was war geschehen? Wir fassen kurz zusammen: Trump sind im Folge des aktuellen Wirtschaftskrieges chinesische App-Anbieter wie TikTok oder auch WeChat ein Dorn im Auge. Diese sollen verschwinden oder aber zumindest unter amerikanischer Kontrolle stehen, sprich an US-Firmen verkauft werden. Bis dahin soll die Zusammenarbeit mit US-Konzernen unter Strafe stehen. Im Worst Case bedeutet dies beispielsweise für Apple, dass ein Bann dieser Apps extreme Umsatzeinbrüchen im Land der Mitte beim iPhone nach sich zieht – die Rede ist von einem Minus von bis zu 30 Prozent. Schon letzte Woche berichteten wir über diesen Stand der Dinge und auch über etwaige Bemühungen Apples, es nicht so weit kommen zu lassen.

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Apples iPhone-Absatz in Gefahr: Ist Trump egal

Doch so wie es ausschaut, sind die Bitten seitens Apple und Co. wohl ins Leere gelaufen, anders kann man Trumps Reaktion im Rahmen einer Pressekonferenz nicht deuten. So konfrontierte Justin Sink von Bloomberg, den US-Präsidenten mit den Bedenken Apples, dass ein Bann von WeChat am Ende den iPhone-Absatz gefährdet. Auch ähnliche Ängste von Ford und Disney kamen zu Sprache. Trumps lakonische Reaktion: „Whatever.“ Wörtlich übersetzt als „wie auch immer“, sinnbildlich zeigt Trump Apple damit aber die kalte Schulter. Es interessiert in einfach nicht, Apple ist ihm sc****egal.

WeChat ist weitaus mehr als eine Chat-App, es ist ein digitaler Hub und nicht zuletzt auch als Bezahldienst nicht mehr wegzudenken in China:

WeChat: Transforming Business

Muss Tim Cook mal anrufen?

Ein Bild, was sich nach erneuter Nachfrage, ob es ihm denn wirklich gleichgültig wäre, bestätigt. Trump weiter: „Wir müssen das tun, was im Hinblick auf die Sicherheit unseres Landes gut ist. Wir sind von China sehr schwer verletzt worden.“ Mit dieser Äußerung sollten die Prioritäten des US-Präsidenten klar sein. Schützenhilfe für Apple gibt's aus Washington derzeit also nicht. Allerdings hat dies der Erfahrung nach noch nichts direkt zu bedeuten, gut möglich, dass sich die Laune Trumps nach einem Gespräch mit Apple-Chef Tim Cook wieder bessert und den Bedenken Rechnung getragen wird. Langweilig werden die nächsten Wochen also definitiv nicht.