Donald Trump liebt sein iPhone — und zahlt einen hohen Preis dafür

Holger Eilhard 3

Noch vor einigen Monaten sprach sich US-Präsident Donald Trump für einen Boykott von Apples Geräten aus. Nun kann er sich laut einem aktuellen Bericht nicht von seinen iPhones trennen.

Donald Trump liebt sein iPhone — und zahlt einen hohen Preis dafür
Bildquelle: White House/Flickr.

Trumps Telefongespräche mit dem iPhone: China und Russland hören zu

Wie die New York Times berichtet, nutzt der US-Präsident trotz der Warnungen seiner Berater weiterhin eines seiner Smartphones, in diesem Fall sind es iPhones, um Telefonate zu tätigen. Statt sichere Festnetzanschlüsse zu nutzen, präferiert er angeblich die portablen Geräte, um mit Freunden, Geschäftskontakten oder der Presse zu kommunizieren.

Diese Anrufe werden laut Aussagen von anonymen Quellen unter anderem von der chinesischen und russischen Regierung abgehört und analysiert – ein hoher Preis für Trumps Bequemlichkeit. Diese Analysen sollen die Kontakte von Trump offenbaren, welche wiederum dazu genutzt werden könnten, um den Präsidenten in eine bestimmte Richtung zu lenken. So beschreibt die New York Times etwa, dass die chinesischen Spione sich erhoffen den Handelskrieg zwischen den USA und China eindämmen zu können.

Trump hat den Bericht zur Nutzung der Smartphones mittlerweile via Twitter mit den Worten „Story is soooo wrong!“ dementiert. Er nutze nur selten ein Regierungshandy.

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US-Präsident soll drei iPhones nutzen

Nach Angaben der New York Times nutzt der Präsident drei verschiedene iPhones; sein Android-Handy hatte er beim Amtsantritt abgegeben. Zwei der iPhones — eins für Twitter, das andere für Anrufe — wurden von National Security Agency (NSA) verändert, um deren Fähigkeiten und damit Sicherheitsrisiken zu minimieren. Diese Geräte können unter anderem keine Kurznachrichten empfangen. Sein Smartphone für Twitter kann des Weiteren ausschließlich über Wi-Fi-Verbindungen kommunizieren und er nutze nur selten, wenn überhaupt, unsichere Wi-Fi-Netzwerke.

Trumps drittes und privates iPhone unterscheide sich hingegen nicht von allen anderen Apple-Smartphones. Er benutze dieses Gerät, weil er darin seine Kontakte speichern kann, was mit seinen anderen iPhones nicht möglich ist.

Der Präsident soll zu den Handys greifen, wenn er verhindern will, dass seine Anrufe durch das Weiße Haus geleitet werden und so von seinen Beratern gesehen werden können. Trumps Paranoia, dass er abgehört wird, soll die Berater allerdings etwas beruhigt haben. Sie vertrauen darauf, dass er keine geheimen Informationen in den Telefonaten erwähnen würde.

Die beiden offiziellen Geräte des Präsidenten sollen in der Regel alle 30 Tage ausgewechselt werden. Aufgrund der Unbequemlichkeit sträubt sich Trump dagegen jedoch, so dass dies nur selten der Fall ist. Die Mitarbeiter im Weißen Haus sollen die Geräte für den Präsidenten vorbereiten. Dieser Prozess kann nicht durch ein einfaches Backup und eine Wiederherstellung erledigt werden, da so eventuelle Malware ebenfalls vom alten iPhone übernommen werden könnte.

Quelle: The New York Times

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