Ausgetrickst: Neues Huawei-Handy mit Google-Apps kommt nach Deutschland

Simon Stich 2

Eigentlich darf Huawei aktuell keine Google-Apps und -Dienste bei seinen neuen Handys einsetzen. Jetzt kommt bald über die Tochtermarke Honor trotzdem ein Handy auf den Markt, bei dem auf den Play Store nicht verzichtet werden muss – mit einem kleinen Trick.

Honor 9X: Trotz US-Embargo mit Google

Was für Huawei gilt, das muss nicht unbedingt auch für das Tochterunternehmen Honor gelten. So oder so ähnlich dürfte Huawei argumentieren, wenn es um die Antwort auf die Frage geht, warum das neue Honor 9X mit Google-Apps und Diensten ausgestattet ist – während das Huawei-Flaggschiff Mate 30 Pro weiter auf sie verzichten muss.

Dennoch ist es sicher etwas überraschend, dass Honor nun als eine Art Hintertür benutzt wird. Möglich wäre auf der anderen Seite aber auch, dass das Honor 9X schon vor dem US-Embargo von Google zertifiziert wurde. Oder aber der Hersteller will sich so herausreden, dass es sich beim Honor 9X gar nicht um ein neues Handy handelt. Im Grunde handelt es sich nämlich um nicht mehr als ein minimal verändertes Huawei P Smart Z. Da Huawei ein ältere Handy als Basis nimmt, muss auch keine neue Zertifizierung durchgeführt werden. Für den Kunden hat das aber Nachteil, denn es kommt alte Hardware im neuen Gewand zum Einsatz.

Der offizielle Trailer zum Honor 9X:

Honor 9X: Offizieller Trailer.

Honor 9X mit Pop-up-Kamera

Ein Highlight des Handys ist sicher die Pop-up-Kamera, die nur bei Bedarf aus dem Honor 9X herausfährt. So kann auf einen Notch oder ein Kameraloch verzichtet werden. Die Selfie-Kamera schafft genau wie beim Huawei P Smart Z Fotos mit bis zu 16 MP.

Das LC-Display kommt auf eine Diagonale von 6,59 Zoll und löst mit 2.340 x 1.080 Bildpunkten auf. 91 Prozent der Front werden vom Screen abgedeckt. Die Rückseite ist in einem eher matten Schwarz oder einem sehr viel auffälligeren und reflektierenden Blau gehalten.

Honor 9X mit Mittelklasse-Prozessor

Dass es sich beim Honor 9X nicht um ein Top-Handy handelt, macht auch der Prozessor deutlich. Hier wird auf die Eigenentwicklung Kirin 710F gesetzt. In China kommt im „echten“ Honor 9X hingegen ein neuer Kirin 810 zum Einsatz. Dem Mittelklasse-SoC stehen 4 GB Arbeitsspeicher und eine interne Kapazität von 128 GB zur Seite. Der Speicher kann um bis zu 512 GB erweitert werden. Zum Akku macht der Hersteller keine weiteren Angaben, fest steht nur, dass er mit 4.000 mAh recht großzügig bemessen ist.

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Die dreifache Kamera auf der Rückseite ist der einzige echte Unterschied zum Huawei P Smart Z. Die Hauptlinse als Weitwinkelobjektiv kann Bilder mit bis zu 48 MP erstellen. Hinzu kommt eine Superweitwinkelkamera mit 8-MP-Sensor (Sichtfeld 120 Grad) und ein Tiefensensor mit 2 MP.

Zu einem möglichen Preis und Termin für Deutschland hat sich Honor noch nicht geäußert. Das nahezu baugleiche Huawei P Smart Z, das hierzulande seit Juni 2019 verfügbar ist, kann derzeit erstanden werden.

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