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Bargeld bald überflüssig? Amazon und EZB machen gemeinsame Sache

Bald ein Relikt aus der Vergangenheit? Die EZB testet den E-Euro (Bld: IMAGO / Bihlmayerfotografie).

Die Deutschen lieben ihr Bargeld: In kaum einem anderen EU-Land sind Münzen und Scheine im Zahlungsverkehr noch immer so allgegenwärtig wie hierzulande. Trotzdem nagt der Zahn der Zeit auch am Bargeld: Die Europäische Zentralbank bereitet sich auf die Einführung des digitalen Euro vor. Dazu testet die EZB, wie der E-Euro im Alltag verwendet werden könnte und hat sich dazu einen starken Partner ins Boot geholt: Amazon.

 
Amazon
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Auf 9,1 Prozent schoss zuletzt die Inflation in der Eurozone. Die 3.500 Mitarbeiter der EZB haben derzeit alle Hände voll zu tun, die historische Teuerungswelle in den Griff zu bekommen. Neben den Herausforderungen, die die Inflation in der Gegenwart mit sich bringt, kümmern sich die Währungshüter aber auch um die Zukunft. Nachdem Ende 2020 die Einführung des digitalen Euro angekündigt wurde, folgt jetzt ein weiterer Schritt.

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EZB testet mit Amazon und anderen Unternehmen den digitalen Euro

Fünf Unternehmen hat die Europäische Zentralbank ausgesucht, um den E-Euro auf Praxistauglichkeit zu untersuchen. Dazu sollen die fünf Unternehmen Benutzeroberflächen entwickeln, die sich mit der Technik hinter der Digitalwährung verbinden. Getestet werden sollen unter anderem Transaktionen mit dem E-Euro (Quelle: EZB)

Eines der Unternehmen ist Amazon. Mit seiner Benutzeroberfläche soll Amazon E-Commerce-Zahlungen simulieren, also klassischen Onlinehandel. Zu den weiteren Testpartnern gehören die spanische CaixaBank oder der italienische Payment-Anbieter Nexi. Jedes der fünf Unternehmen deckt in der Testphase einen speziellen Einsatzbereich ab. Aus insgesamt 54 Unternehmen wählte die EZB die fünf Testpartner aus.

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Wer nun befürchtet, dass Privatunternehmen wie Amazon dauerhaft Teil des E-Euro werden, kann beruhigt sein. Die entwickelten Benutzeroberflächen sollen in weiteren Tests nicht wiederverwendet werden, versichern die Währungshüter.

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Bundestags-Experten warnen vor Bargeld-Ende

Noch befindet sich der digitale Euro in der Planungsphase. Deutsche Bargeld-Liebhaber müssen sich zumindest aktuell keine Sorgen um ihre geliebten Münzen und Scheine machen. Klar ist aber auch: Sobald der E-Euro steht, dürfte der politische Druck aufs Bargeld zunehmen. Experten des Deutschen Bundestages warnen bereits jetzt vor einem Bargeld-Ende.

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