Amazon-Morning-Express: Kosten, Voraussetzung, Erstattung

Marco Kratzenberg

Der Amazon-Morning-Express ist eine gute Möglichkeit, eilige Waren so zu bestellen, dass sie garantiert am nächsten Morgen ankommen. Was euch das kostet, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und welche Erstattung ihr bei Nichterfüllung fordern könnt, das erfahrt ihr hier…

Onlineshopping kann so schön sein – heute gesehen, bestellt und noch vor dem nächsten Mittag ist es da. Das verspricht euch jedenfalls der „Amazon-Morning-Express“. Schneller sind nur noch die Optionen Amazon-Same-Day beziehungsweise Amazon-Evening-Express. Aber was kostet diese Liefergarantie eigentlich, welche Regeln gelten dafür und was ist mit einer Entschädigung, wenn der Amazon-Morning-Express zu spät kommt?

In diesem Video könnt ihr sehen, was ihr machen sollt, wenn eine Amazon-Sendung gar nicht ankommt:

Amazon Hilfe: Eine nicht erhaltene Sendung finden.

Amazon-Morning-Express: Kosten und Voraussetzungen

In der Regel kostet euch der Amazon-Morning-Express pro Artikel 5 Euro –wenn ihr Amazon-Prime-Kunde seid. „Normale Kunden“ kostet diese Versandart 9,99 Euro pro Artikel. Pro Artikel bedeutet in diesem Fall, dass sich beispielsweise bei der Bestellung von zwei identischen Artikeln der Versandpreis automatisch verdoppelt. Selbst wenn gemeinsam sie in einem Karton kommen.

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Ob euer Wunschartikel von Amazon überhaupt mit Morning-Express versendet wird, erfahrt ihr auf zwei Wegen – und manchmal eben erst an der Kasse.

  • Entweder steht der Vermerk „Morning-Express“ bereits auf der Produktseite,
  • oder ihr könnt den Versandweg bei der Kaufabwicklung an der Kasse auswählen.

Dort bekommt ihr auch das „Zeitfenster“ angezeigt, innerhalb dessen ihr bestellen müsst, um Morning-Express nutzen zu können.

Auf jeden Fall handelt es sich um einen „garantierten Liefertermin“, den sich Amazon mit einem Gebührenaufschlag bezahlen lässt. Dabei wird auf die Dienste von UPS, DPD, DHL Express oder Stadtboten zurückgegriffen, um die Termine einhalten zu können. Was aber, wenn die Ware dennoch erst nach 12 Uhr bei euch landet?

Bilderstrecke – Hier die wichtigsten Tricks, die ihr über Amazon kennen solltet:

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Amazons Morning-Express kommt zu spät – wie ihr entschädigt werdet

Ihr zahlt bis zu 9,99 pro Artikel für den Versand und erwartet, dass die Ware dann auch tatsächlich am nächsten Vormittag bei euch eintrifft. Wenn dann der Paketbote nach 12:00 Uhr bei euch ankommt, habt ihr für etwas bezahlt, das ihr nicht erhalten habt. Daran kann der Transportdienst schuld sein. Trotzdem muss euch Amazon dafür entschädigen.

Wenn ihr nun aber gehofft habt, daraus eventuell Kapital zu schlagen, müssen wir euch enttäuschen:

Kommt eine Morning-Express-Sendung von Amazon nach 12:00 bei euch an, werdet ihr nur in der Höhe der Versandkosten entschädigt. Amazon schreibt in seinen Bedingungen für die Liefergarantie eindeutig: „Schadensersatzansprüche über die Erstattung der Versandkosten hinaus sind ausgeschlossen.“

Ihr könnt also beispielsweise nicht ein Computerersatzteil, das ihr für einen Auftrag benötigt, mit Morning-Express bestellen und dann einen Schadensersatz fordern, wenn der Auftrag platzt.

Angesichts der Zusatzkosten ist der Morning-Express von Amazon wohl am ehesten etwas für besonders Ungeduldige. Man sollte sich nicht darauf verlassen. Je nach Wohnort kommt der normale Premium-Versand auch nur ein paar Stunden später und ist kostenfrei.

Umfrage: Amazon-Pakete in den eigenen Kofferraum liefern lassen: nützlich oder Quatsch?

Amazon plant, dass Pakete, die man über den Online-Händler bestellt, künftig in den eigenen Kofferraum geliefert werden können. Was haltet ihr von dieser Maßnahme? Verratet es uns in der Abstimmung zum Thema!

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