Eigentlich hatte Ninja mit der ganzen Sache nichts zu tun. Und doch sollte ein Hacker-Angriff auf sein Twitter-Profil zu einem handfesten Streit führen.

 

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Tyler Blevins, besser bekannt als Ninja, ist wohl der bekannteste Gaming-Streamer der Welt. Eine Rolle, die neben vielen positiven Dingen natürlich auch sehr viel Rivalität zur Folge hat. Einer der Rivalen des Gaming-Promis, der vor allem durch Fortnite zu Ruhm gekommen ist, ist Turner Tenney alias Tfue. Beide stehen seit langem in Konkurrenz zueinander: Um Reichweite und Aufmerksamkeit, um Siege in Online-Matches – künftig vielleicht sogar um den Sieg im Ring?

Zumindest, wenn es nach Tfue geht, sollte es darauf hinauslaufen. In einem Video, das der bekannte Streamer und Kampfsportler kürzlich auf seinem YouTube-Kanal veröffentlicht hat, fordert er Ninja zum Kampf heraus. Aber nicht online, sondern zu einem richtigen Kampf im Ring:

 

Hacker-Angriff auf Ninja führt zum Beef

Hintergrund ist ein Hacker-Angriff auf das Twitter-Profil von Ninja. Der oder die Angreifer haben sich zeitweise den Account des Streamers unter den Nagel gerissen und Tfue über die Plattform provoziert. Dieser erwiderte merklich wenig amüsiert: „Stellt euch vor, Ninja sei Mann genug, gegen mich zu kämpfen“.

In seinem YouTube-Video erkennt er zwar bereits an, dass es sich nicht um einen Tweet von Ninja selbst handelte. Nichtsdestotrotz hat dieser wohl einen Nerv bei Tfue getroffen. Er erklärt, Ninja früher als Freund betrachtet zu haben, allerdings sei dieser unehrlich gewesen und habe hinter Tfues Rücken schlecht über ihn geredet, ihm gewünscht, zu scheitern. Dieser Umstand in Kombination mit der langjährigen professionellen Rivalität ist Anlass genug für Tfue, Ninja zum Boxkampf herauszufordern, um die Fronten „ein für allemal zu klären“.

Spöttisch wird Tfue dann auch noch: Zum Ende des Videos attestiert er Ninja Irrelevanz und bescheinigt ihm, seit dessen Wechsel zu Mixer habe er die Publicity, die ein solcher Kampf mit sich bringen würde, deutlich nötiger als Tfue. Das sei angesichts der anhaltenden Popularität von Ninja und dem wohl nicht zu verachtenden Geld, das er mit dem Mixer-Deal macht, einmal dahingestellt.

Fakt ist aber: Auch, wenn es sich bei dem Tweet um die Pöbeleien eines Hackers gehandelt hat, scheint ebendiese doch eine tieferliegende Feindschaft ans Tageslicht befördert zu haben, die Tfue nun gewillt ist, durch einen Kampf aus der Welt zu schaffen. Ninja reagiert indes eher gelassen und lehnt die Einladung zum Kampf in einem Tweet ab:

Er habe nichts gegen Tfue, wolle ihm nichts Böses und auch nicht gegen ihn kämpfen. Jedoch finde er es unangebracht, dass er den Hacker-Angriff auf Ninjas Account für Publicity ausnutze.

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Ist das eine legitime Einladung zum sportlichen Wettbewerb von Tfue oder einfach nur stumpfes Macho-Gehabe und eine völlig überzogene Reaktion auf einen Hacker-Tweet? Zumindest die Aussage vom „Mannsein“ kann man umumwunden als männlicher Chauvinismus bezeichnet werden. Vielleicht ist das Verhalten – wie Ninja behauptet – auch nur ein Publicity-Stunt? Schreibt uns in die Kommentare, was ihr denkt!