Obwohl sich die Deutsche Bahn stets bemüht, seine Fahrgäste pünktlich ans Ziel zu bringen, kommt es vor allem im Fernverkehr immer wieder zu Verspätungen. Besonders bei den neuen Modellen der Intercity-Züge häufen sich gerade die Probleme – und damit auch die Verzögerungen. Nun hat die Bahn die Schnauze voll und spricht Klartext. 

Immer Ärger mit der Deutschen Bahn: Neue IC-Züge kämpfen mit trägem Betriebssystem

42 neue Intercity-Züge hatte die Deutsche Bahn beim Hersteller Bombardier geordert, um die Fernverkehrsflotte weiter aufzustocken und zu verjüngen – denn im Schnitt sind die Züge knapp 20 Jahre alt.

Anfang 2019 lieferte Bombardier dann die erste Charge an IC2-Zügen an die Deutsche Bahn aus. 17 neue Eisenbahnen rollten vom Fließband und auf die Gleise, machten aber von Anfang an Probleme, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Intern werden bei der Bahn groteske Zustände geschildert. So gibt es Berichte, dass das Betriebssystems des neuen Modells in regelmäßigen Abständen zusammenbrechen würde. Das würde vor allem dann geschehen, wenn der Zug die Fahrtrichtung ändern muss.

Um das Problem zu beheben, sind zwei Lokführer notwendig – außer der Zug fällt gleich ganz aus. In diesem Fall muss das System neu gestartet werden, und das dauert. Nicht eine Minute, nicht 15 Minuten, sondern etwa eine Stunde. Kein Wunder also, dass sich die neuen IC2-Züge mitunter schwer tun, die straffen Zeitpläne der Bahn einzuhalten.

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Auch die Techniker der Deutschen Bahn sind außer sich und reden von veralteter Technik. Heutzutage würde ja auch niemand eine Stunde darauf warten, dass sein Handy hochfährt, um eine App nutzen zu können.

Der Deutschen Bahn können wir beim langsamen Hochfahren ihrer Systeme nicht helfen, aber wenn euer PC ebenfalls ewig zum Booten braucht, haben wir ein paar Tipps für euch: 

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Deutsche Bahn vs. Bombardier: Konzern verweigert Abnahme weiterer Züge

Jetzt hat auch die Bahn die Schnauze voll. Eigentlich sollte Bombardier noch 25 weitere Züge liefern, die Bahn stellt sich jedoch quer und verweigert die Abnahme. Bis Bombardier nicht alle technischen Mängel beseitigt, werden keine weiteren Züge eingekauft. Das dürfte vor allem den Fahrgästen in Süddeutschland sauer aufstoßen. Die neuen Züge sollten vor allem zwischen Karlsruhe, Stuttgart, Nürnberg, Singen und Stuttgart zum Einsatz kommen und der hohen Zugauslastung entgegenwirken.

Wer des Öfteren mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Auto unterwegs ist, sollte die folgenden Apps unbedingt auf dem Handy haben: 

GIGA App-Tipp: Mobilität

Bombardier hält derweil die Füße still, will sich nicht zu den Vorwürfen äußern. In der Zwischenzeit wappnet man sich bei der Deutschen Bahn bereits für das Schlimmste und prüfe auch schon rechtliche Mittel.