Cyberpunk 2077 soll wohl nicht für Xbox Scarlett erscheinen (+ neue Infos)

Marina Hänsel 4

Es regnet Cyberpunk 2077-Nachrichten vom dystopischen Himmel, darunter auch ein Interview mit CD Projekt Red, nach dem Cyberpunk 2077s Megakonzerne keineswegs in neuem Next-Gen-Licht auf der Xbox Scarlett erscheinen sollen. Und was ist mit der PS5?

In einem Interview mit Gamerant plaudert Cyberpunk 2077-Quest-Director Mateusz Tomaszkiewicz über einen Release auf den Next-Gen-Konsolen, genauer: Microsofts Xbox Project Scarlett, die immerhin schon Ende nächsten Jahres erscheinen soll. Das aber ohne Cyberpunk 2077, denn es ist die jetzige Konsolengeneration, in die sie „gerade alle Anstrengungen stecken.

Klar war es schon bekannt, dass CD Projekt Red sich vornehmlich auf PC, PS4 und Xbox One konzentriert. Aber wenn Cyberpunk 2077 gar nicht verbessert auf Project Scarlett erscheint, was ist dann mit der PS5? Die wird im Interview nicht erwähnt, dafür aber Nintendo Switch, die sich zwar über einen baldigen The Witcher 3: Wild Hunt-Release freuen kann, aber wie Scarlett auf Cyberpunk 2077 verzichten soll. Spielen wirst du Cyberpunk 2077 übrigens wohl auf beiden Next-Gen-Konsolen können, da beide Abwärtskompatibilität versprechen.

Das ist nicht alles. Denn wenngleich Tomaszkiewicz sich gegen einen Next-Gen-Release von Cyberpunk 2077 (zumindest auf der Xbox) ausspricht, sieht das CD Projekt Reds Level-Designer Miles Tost etwas offener. Der hat GamerHubTV ein Interview gegeben, in dem er sich zur Next-Gen-Frage äußert:

Wer weiß? Wenn die Zeit gekommen ist, werden wir Next-Gen vielleicht unterstützen. Aber bis Cyberpunk 2077 im April 2020 erscheint, haben wir noch das ein oder andere zutun. Und wie ich das verstanden habe, hat Microsoft seine neue Konsole für Ende nächsten Jahres angekündigt. Es betrifft uns also im Moment nicht, denn sie kommt eine ganze Weile nachdem unser Spiel in den Release gegangen ist.

Das stimmt natürlich. Und wann erscheint die PS5 noch einmal? Ah genau, das wissen wir ja nicht. Ich frage mich nur, warum derart viele große Spiele das Frühjahr 2020 für ihren Release erwählt haben. Sollte die PS5 vor Scarlett erscheinen, ist es wohl durchaus möglich, dass Cyberpunk 2077 sich ihr annimmt – und das nicht nur über die Abwärtskompatibilität hinweg.

Da sich im Moment etliche Cyberpunk 2077-Nachrichten aus den E3-Interviews erbrechen, kommen weiter unten noch mehr Themen, die angeschnitten wurden. Oh, und falls du es noch nicht gesehen hast – es gab zur E3 auch einen neuen Trailer zum Spiel:

Cyberpunk 2077: Trailer (E3 2019).

Multiplayer in Cyberpunk 2077 wird nicht ausgeschlossen

Cyberpunk 2077 wird zum Release einzig ein Singleplayer-Spiel sein. Das hat Lead-Quest-Designer Paweł Sasko im Interview mit Eurogamer endgültig bestätigt. Einen Multiplayer-Modus schließt CD Projekt Red aber weiterhin nicht aus, und das Interessante: Sollte sich ein Multiplayer-Modus irgendwann ins Spiel schießen, wird auch der sich an den Konstanten des Studios orientieren – mit Fokus auf gute Geschichten, ausgefeilte Charaktere, Entscheidungen und deren Konsequenzen:

Wir sind bekannt für gute Geschichten, tolle Charaktere, Entscheidungen und deren Konsequenzen. Darum wird es also auch gehen, falls irgendetwas in Richtung eines Multiplayers passieren wird. Wir werden alles vermeiden, das nichts damit zutun hat. Wenn wir es machen, wird es in unserem Stil geschehen.

In meinem Ohren klingt das durchaus eher nach einem Koop-artigen Multiplayer, in dem die Quests in Night City weiterhin eine Rolle spielen werden. Ob mit Multiplayer oder ohne, Cyberpunk 2077 ist in aller Munde – und nach Keanu Reeves Auftritt auf der E3 2019 verlangen die Fans mittlerweile sogar ein ganz besonderes Achievement im Spiel, um das sie gerade in einer Petition bitten: Erinnerst du dich an den Moment, als ein Zuschauer „You’re breathtaking!“ Keanu Reeves während der Show zugerufen hat? Über 10.000 Fans würden sich freuen, sollte die 100-Prozent-Trophäe nach der Erledigung aller Quests im Spiel „You’re breathtaking“ heißen. CD Projekt Red hat sich zwar noch nicht dazu äußern, aber wer weiß? Ich nehme an, jeder, der das riesige Cyberpunk 2077 nach Release tatsächlich auf 100 Prozent durchspielt, ist definitiv atemberaubend. Und ein bisschen verrückt vielleicht.

Ich habe für dich alle bekannten Details zum Gameplay (und eigentlich auch allem anderen) in Cyberpunk 2077 in diesem Artikel gesammeln. Schau rein:

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Das ist Cyberpunk 2077: Release-Datum, Gameplay, Trailer und mehr Infos.

Cyberpunk 2020-Creator Mike Pondsmith verteidigt Cyberpunk 2077 gegen die E3 2019-Kritik

Wie wir dir hier erzählt haben, wurde Cyberpunk 2077 zur E3 2019 nicht ausschließlich mit Glitzeraugen und Luftsprüngen betrachtet, zeigt die neue 50-minütige Demo doch scheinbar einige Schwachstellen: Darunter das Schusswaffen-Gameplay, das RockPaperShotgun als zu „trivial“ bezeichnet (sicherlich im Vergleich zu jenem Gameplay, das wir zuvor in der ersten Demo sehen durften). Hauptkritikpunkt waren allerdings die leicht rassistischen Züge der Quest, die in der neuen Demo vorgeführt wurden: Dort kämpft V gegen die afroamerikanisch-aussehende Gruppe Animals sowie gegen die schwarzen Voodoo Boys – und lässt dabei auch ein Kommentar fallen, das sich über deren Aussprache lustig macht. RockPaperShotgun wies zudem daraufhin, dass es unschön gewesen sei, auf „überwiegend schwarze Leute zu schießen, die Animals‘ genannt werden. Jetzt äußerte sich Mike Pondsmith dazu, der Autor des Pen-&-Paper-Rollenspiels Cyberpunk 2020, auf dem CD Projekt Reds Science-Fiction-RPG basiert.

Im Bezug auf die Gruppe Animals – der ganze verdammte Punkte ist ja, dass sie sich als machtvolle, gefährliche, wilde Tiere sehen. (…) Die originalen Voodoo Boys waren außerdem ursprünglich eine scharfe Kritik an kultureller Aneignung. Ich liebe aber die Idee, dass sich die echten Anhänger des Voodoo ihre Domäne zurückgeholt haben. Sie haben sogar das Kreolisch hinbekommen!“

Pondsmith argumentiert, dass Rassismus demnach in Cyberpunk 2077 behandelt wird, allerdings auf eine kritische Art und Weise. Was passen würde, da insbesondere das Cyberpunk-Genre schon immer (ja, auch politische) Kritik an unserer Gesellschaft geübt hat. Wie das Ganze schließlich aussehen wird, erfahren wir allerdings in keinem Interview und in keiner Gameplay-Demo – sondern erst im vollständigen Spiel, das für PS4, Xbox One und PC am 16. April 2020 erscheinen soll.

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