Dead By Daylight Mobile wird kostenlos und erscheint 2019 mit dedizierten Servern

Marina Hänsel

Mal eben in der Bahn zwei Überlebende aufhängen? Beim Einkaufen einen Killer teabaggen? Am Mittagstisch bei Oma schnell noch eine Claudette mit einem Mori aufschlitzen? Lasst uns einfach sagen, dass Dead By Daylight Mobile die Freude am digitalen Töten in dein Wohnzimmer bringt, und das Beste: Du darfst kostenlos töten. Oder getötet werden, hat ja jeder seine Vorlieben.

Du hast vielleicht schon von Dead By Daylight gehört? Dieser asymmetrische Multiplayer, der stets vier Überlebende gegen einen übermächtigen Killer in ein Match schickt, Finger-essende Clowns, schreiende Krankenschwestern und seit neuestem einen Scream-ähnlichen Mann mit Maske inklusive, der gern Selfies mit seinen verblutenden Opfern macht. Bitte lächeln!

Dass Dead By Daylight Mobile nun auch auf unsere Handys und die Nintendo Switch schleicht, wussten wir schon Anfang Juni – als Entwickler Behaviour Interactive den Modus in ihrem Plan für das kommende Jahr vorgestellt haben. Was der nun beinhaltet, ob es Cross-Töten mit anderen Plattformen geben wird und wie genau sie Verbindungsprobleme während der Matches angehen wollen, habe ich mit dem Product Manager Alex Rogaume besprochen. Aber das Wichtigste gleich zu Beginn: Dead By Daylight Mobile wird free-to-play für Android und iOS erscheinen, und das noch dieses Jahr – wann genau, wurde leider noch nicht verraten.

Einen neuen Trailer gibt’s auch:

Dead By Daylight Mobile: Announcement Trailer.

Was unterscheidet Dead By Daylight Mobile von den PC- und Konsolen-Versionen?

Dead By Daylight Mobile will dich auf gleiche Weise töten und sterben lassen, wie die PC- und Konsolenversion. Dennoch gibt es natürlich Unterschiede – Rogaume zufolge betreffen die jedoch hauptsächlich die Nutzeroberfläche, die Steuerung, die Nutzererfahrung sowie die Art und Weise, wie sich im Spiel dein Fortschritt äußert. Wie er andeutet, wirst du den Killer oder auch den Überlebenden im Match mit dem Touchscreen steuern; zudem gibt es wohl einen Knopf, mit dem du Rückspiegel-ähnlich nach hinten schauen kannst. Automatisches Rennen soll auch möglich werden.

Auf PC und Konsolen zeigen das Ranking-System und mehrere Level-Ebenen an, wie weit du im Spiel bist. In Dead By Daylight Mobile wird es ein (wie auch immer) anders geartetes Progression-System geben:

Die größten Unterschiede liegen in der Steuerung, der UI, der UX (Touchscreen, Rückspiegel-Button und automatisches Rennen zum Beispiel) und im Fortschritts-System. Da Mobile-Spieler zumeist nicht so viel Zeit vor ihrem Gerät verbringen, wollten wir sichergehen, dass sie dieselbe furchterregende Erfahrung machen – nur abgestimmt auf ihre Realität.

Auf einem Smartphone fehlen Tastatur, Maus und auch Controller, weshalb gerade die Steuerung eine Einfachere sein und sie damit sicher eine etwas andere Spielerfahrung bieten wird. Was wohl auch der Grund ist, weswegen Behaviour Intactive zum Release noch kein Cross-Töten anbietet: Ob Crossplay mit PC oder Konsolen überhaupt je fair sein würde, mag ohnehin eine recht gute Frage sein.

Inhalte, Cosmetics & free-to-play

Die gute Nachricht: Dead By Daylight Mobile soll es dennoch nicht an neuen Inhalten fehlen. Rogaume hat bestätigt, dass auch in Zukunft derselbe Content für alle Plattformen erscheint – für PC, PS4, Xbox One und die mobile Version. Gleichsam soll DBD Mobile schon zum Release dieselben Survivor, Killer, Cosmetics, Maps und so weiter bieten, mit einem Unterschied: Es wird weniger Charakter geben, die anfangs kostenlos zur Verfügung stehen:

Die Monetarisierung des Spiels wird dieselbe sein, wie in der PC- und Konsolenversion, wo Charaktere und kosmetische Items gekauft werden können. Während einige Aspekte des Fortschritts-Systems anders sein werden, wollen wir dieselbe ‚Kein pay-to-win‘-Philosophie beibehalten, die unsere Nutzer lieben. Der größte Unterschied zwischen der mobilen Version und der PC- und Konsolenversionen werden die verfügbaren Charakter sein, die du von Anfang an kostenlos hast. Gewissermaßen wird der Premiumpreis der PC- und Konsolenversion schon durch all die DLCs darin definiert.

Auf was für Inhalte du dich in Zukunft in Dead By Daylight freuen kannst, erzählt dir übrigens auch die offizielle DBD-Roadmap der kommenden Monate:

Dedizierte Server gegen mögliche Verbindungsprobleme

Das größte Problem sah und sehe ich noch immer in den möglichen Verbindungsproblemen, die während eines Matches auftreten können. Überlebende und Killer, die gewollt oder ungewollt die Matches verlassen, beenden die Runde entweder vollständig und verringern die Chance auf ein Überleben als Survivor spürbar. Und das sind allein meine Erfahrungen mit der PS4-Version des Spiels. Dead By Daylight auf dem Handy und tausende Spieler, die mal eben in der U-Bahn ein Match starten und dann im Tunnel die Verbindung verlieren? In meinen Augen wäre das der wahre Horror. 

So schlimm muss es aber wohl nicht sein, denn Dead By Daylight Mobile erscheint mit dedizierten Servern, erzählt mir Rogaume. Auf die warten Spieler aller Plattformen im Übrigen schon seit Monaten (Jahren) – Behavior Interactive hatte bereits angekündigt, dass sie innerhalb der nächsten zwei bis drei Monate online gehen werden. Mit dedizierten Servern werden die Matches ohne Frage stabiler sein, da die Verbindung ab da an nicht mehr vom Ping der einzelnen Mitspieler abhängt. Was ist aber mit einem direkten Verlust der Verbindung?

Wir denken auch über Optionen und Features nach, mit denen wir ungewollte Verbindungsabbrüche angehen können, aber die werden sehr wahrscheinlich erst nach Release ins Spiel finden, wenn wir das Feedback der Spieler auswerten können.

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Der Roadmap weiter oben nach zu schließen wird Dead By Daylight Mobile nach der Switch-Version in Chapter 14 erscheinen, gemeinsam mit einem neuen Killer/Survivor-Duo. Kapitel 12 ist gemeinsam mit Ghostface gerade eben ins Spiel geschritten und da zumeist jeweils drei Monate zwischen den Kapiteln liegen, wird es wohl noch etwa ein halbes Jahr dauern, bis die mobile Version erscheint.

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