Schlag ins Gesicht: USA wollen Huawei das Wertvollste nehmen

Simon Stich 22

Die Luft für Huawei wird immer dünner: Wie jetzt bekannt wurde, soll ein neues Gesetz in den USA dafür sorgen, dass Patentansprüche des Konzerns nicht mehr durchgesetzt werden können. Huawei könnten so ein paar Milliarden US-Dollar entgehen.

Schlag ins Gesicht: USA wollen Huawei das Wertvollste nehmen
Bildquelle: GIGA - Huawei P30 Pro.

USA: Huaweis Patente könnten nicht mehr gelten

Dem chinesischen Konzern Huawei steht womöglich ein neuer Schlag ins Gesicht bevor. Wenn es nach dem republikanischen Senator Marco Rubio geht, dann soll der National Defense Authorization Act (NDAA) um eine wichtige Klausel erweitert werden. Käme der Senator damit durch, dann wären im Grunde alle von Huawei in den USA angemeldeten Patente von heute auf morgen nicht mehr gültig – ein Schlag ins Gesicht, denn Patente sind in der Technik-Welt des 21. Jahrhunderts das wertvollste Gut.

Hintergrund ist die Aufforderung Huaweis an den Provider Verizon, eine Milliarde US-Dollar an Patentgebühren zu bezahlen. Die Aufforderung wurde bereits im Frühjahr, also noch vor dem US-Bann Huaweis eingereicht, wird nun aber aus einem anderen Blickwinkel diskutiert. Verizon nutzt verschiedene Technologien, auf denen Huawei in den USA Patente hat. Ob Verizon nun überhaupt dafür bezahlen muss, dürfte bei einer Erweiterung des National Defense Authorization Act geklärt werden.

Huawei besitzt in den USA laut der Nachrichtenagentur Reuters 53.000 Patente, wobei sich ein Großteil nicht direkt auf Smartphones, sondern auf Netzwerktechnologie bezieht. In den vergangenen Jahren hatte Huawei auf eine Eintreibung der Lizenzabgaben in den USA verzichtet. Aufgrund der nun aber stark verschlechterten Beziehungen zwischen den USA und China versucht Huawei nun, finanzielle Einbußen durch den US-Bann auszugleichen. Genau das möchte die US-Regierung verhindern.

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Huaweis Umsatz droht einzubrechen

Die Sanktionen der USA dürften einen starken Einbruch des Umsatzes von Huawei bedeuten. Alleine für 2019 wird laut Zeit Online von Einbußen von 40 Prozent im internationalen Smartphone-Bereich ausgegangen. In den kommenden zwei Jahren dürfte der Gesamtumsatz jeweils um 30 Milliarden US-Dollar unter den Vorhersagen liegen. Ab 2021 rechnet der Konzern aber wieder mit einer Erholung. Die Anzahl der Mitarbeiter soll in absehbarer Zeit nicht wesentlich verringert werden, sagt zumindest Konzerngründer Ren Zhengfei.

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Nach Angaben der USA würde Huawei heimlich Hintertüren in seine Produkte einbauen, um westliche Länder auszuspionieren. Obwohl bis heute keine Beweise für ein solches Vorgehen vorgelegt wurden, hat US-Präsident Trump Huawei auf eine schwarze Liste der Unternehmen gesetzt, mit denen US-Konzerne ohne Ausnahmeregelung keine Geschäfte machen dürfen. Davon ist unter anderem auch Google mit Android betroffen. Hier gibt es eine 90-Tage-Frist. Huawei dürfte bald mit einem eigenen Betriebssystem antworten.

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