Kühlschränke, Waschmaschinen und natürlich Fernseher: Hisense ist mittlerweile eine feste Größe in deutschen Haushalten. Was viele Bundesbürger aber nicht wissen: Der chinesische Hersteller bietet auch Android-Smartphones an. In Kürze wird das Hisense A9 offiziell vorgestellt – und das Handy hat einen ganz besonderen Trick auf Lager.

Anno 2022 hat sich eine gewisse Langeweile in die Mobilfunk-Welt geschlichen. Die Zeit der großen Sprünge und Innovationen scheint vorbei zu sein, stattdessen gibt es jährlich kleine Verbesserungen. Umso erfrischender, wenn sich ein Hersteller wie Hisense an etwas Neuem ausprobiert.

Hisense A9 soll E-Ink-Display besitzen

Im Hisense A9, das bereits morgen vorgestellt wird, soll ein E-Ink-Display statt LCD oder OLED verbaut sein (Gizmochina). Solche Bildschirme dürften die meisten von E-Book-Readern wie dem Amazon Kindle oder Tolino kennen. Gegenüber herkömmlichen LCD-Bildschirmen bieten E-Ink-Displays viele Vorteile: geringerer Energieverbrauch, kein Flimmern und dadurch ein augenschonenderes Leseerlebnis. Weil weder die Pixel selbst leuchten noch standardmäßig eine Hintergrundbeleuchtung integriert wird, kommen E-Ink-Displays dem Leseerlebnis klassischer Bücher am nächsten. Der größte Vorteil: Die E-Ink-Technologie verbraucht nur dann Energie, wenn das Bild gewechselt wird – so wäre es beispielsweise möglich, Inhalte auf dem Display auch dann anzuzeigen, wenn der Akku leer ist.

Hisense bewirbt das E-Ink-Display im Hisense A9 (Bildquelle: Hisense)

Ohne Nachteile sind E-Ink-Displays aber auch nicht. In der Regel bieten sie zum Beispiel keine Farbwiedergabe, was zusammen mit dem langsameren Bildaufbau das Schauen von Videos de facto unmöglich macht. Zumindest beim Bildaufbau könnte Hisense aber mit Verbesserungen punkten: „Refresh your View“, das großflächig auf dem Werbeposter des Hisense A9 zu sehen ist, deutet darauf hin.

Das E-Ink-Display im Hisense A9 soll eine Diagonale von 6,7 Zoll besitzen und eine Pixeldichte von 300 PPI bieten. Damit würde das Hisense-Handy eine ähnlich große Displaydiagonale wie ein Amazon Kindle bieten, das Bildverhältnis dürfte allerdings ein anderes sein. Amazons E-Book-Reader haben Bildschirme im klassischen 3:2-Verhältnis von Buchseiten, moderne Smartphones sind eher in die Länge gezogen. Möglich ist aber auch, dass das HiSense-Smartphone ein zusätzliches E-Ink-Display auf der Rückseite besitzt. Ein solches Konzept boten vor einigen Jahren die russischen Geräte YotaPhone und YotaPhone 2.

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Perfektes Handy für Leseratten

Abseits davon soll im Hisense A9 ein 1,8 GHz starker Achtkern-Prozessor arbeiten, der von 4 GB RAM unterstützt wird. Der interne Speicher soll sich auf 64 GB belaufen. Android 10 als Betriebssystem wurde um die Benutzeroberfläche Touch OS1 erweitert, die das Leseerlebnis in den Fokus rücken und unnötige Ablenkungen von Benachrichtigungen minimieren soll.

E-Ink-Display, Einsteiger-Hardware und speziell angepasste Software: Das Hisense A9 dürfte für Leseratten das perfekte Handy werden. Jetzt bleibt nur die Frage, ob das Smartphone auch seinen Weg nach Deutschland finden wird.