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E-Autos in der Bredouille: Zulieferer schlagen Alarm

Für E-Autos brechen bald schwere Zeiten an. (© Pixabay)

Verbrenner sind Geschichte, E-Autos die Zukunft. Darauf stellen sich immer mehr Hersteller ein, auch die EU will es so. Doch ganz so einfach ist das alles nicht. Zwei der größten Automobilzulieferer sehen große Probleme für den Erfolg von Elektroautos kommen. Damit sind sie nicht alleine.

 
E-Mobility
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Bosch und ZF: Zulieferer rechnen mit Vollbremsung für E-Autos

E-Autos sind in Deutschland stark am Kommen. Über die vergangenen zwei Jahre haben Verkauf und Zulassungszahlen ordentlich zugelegt. Nicht einmal die schwierige wirtschaftliche Lage konnte bisher das Plus verhindern, mit dem sich immer mehr Autokäufer in Deutschland für einen Stromer entscheiden. Im September 2022 haben die Zulassungen laut ADAC über 38 Prozent im Vergleich zum August zugelegt.

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Doch die Lage wird kippen, wie Branchenexperten fürchten. So haben zuletzt zwei der bekanntesten Zulieferer für die Automobilbranche ihre Sorge öffentlich gemacht, dass E-Autos harte Zeiten bevorstehen. Der Wandel zur Elektromobilität stehe vor einer „toxischen Mischung aus Energiekrise und Inflation“, warnt Sabine Jaskula, Personalvorständin der ZF Friedrichshafen AG (Quelle: Spiegel). Das Unternehmen gilt als drittgrößter Automobilzulieferer weltweit.

Die hohen Energiepreise sowie die schwindende Kaufkraft könnten dafür sorgen, dass schon 2023 die Produktion von Elektroautos weltweit einbreche: Von geplanten 18 Millionen Einheiten auf 11 Millionen, wie Jaskula fürchtet. Deutschland steht ihrer Ansicht nach zudem noch vor einem hausgemachten Problem: den sinkenden Förderprämien. „Der Wandel zur E-Mobilität wird sich so sicher verlangsamen“, so die Personalchefin.

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Bei Bosch sieht die Einschätzung ähnlich düster aus. Stefan Hartung, Chef des Traditionsunternehmens, sieht ebenfalls die höheren Preise von Elektroautos als Problem: „In den kommenden Jahren wird eine Vielzahl neuer Elektromodelle auf den Markt kommen, aber gerade im Einstiegssegment liegen die Preise deutlich höher als in der Vergangenheit.“ Wie zuvor schon Stellantis-Chef Carlos Tavares warnt Hartung, dass selbst die Einstiegspreise bei E-Autos für viele Verbraucher auf lange Sicht zu hoch bleiben könnten.

Schon heute schwindet der Kostenvorteil von E-Autos:

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Trotz Kostendruck: VW und Tesla wollen günstige E-Autos bauen

Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer hatte in diesem Zusammenhang ebenfalls den deutschen Weg kritisiert. Ohne Förderung werde Deutschland den Hochlauf der Elektromobilität bald begraben. Unterdessen halten einige Hersteller aber auch am Ziel fest, günstige Stromer anzubieten. Der MG 4 Electric ist bereits für unter 30.000 Euro in Deutschland zu haben, während VW und Tesla an noch günstigeren Modellen arbeiten.

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