Elektroroller liegen voll im Trend. In immer mehr Großstädten sieht man Leute mit den mobilen E-Scootern über die Straße flitzen, doch das könnte sich bald ändern. Ein Anbieter zieht jetzt die Reißleine und sich zumindest teilweise aus dem Markt zurück – und das, obwohl das Geschäft zu boomen scheint. 

Lime: E-Scooter-Anbieter schließt Standorte und entlässt Mitarbeiter

Neben Tier, Circ und Voi gehört Lime wahrscheinlich zu einem der größten E-Scooter-Anbieter in Deutschland. Seit dem Sommer 2019 sind die Elektroroller nun auf deutschen Straßen unterwegs und scheinen sich hierzulande großer Beliebtheit zu erfreuen – und das, obwohl es viele Dinge zu beachten gilt:

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In anderen Märkten hingegen scheint das Interesse zu gering oder aber die Konkurrenz zu groß zu sein. Denn wie Axios berichtet, zieht sich Lime nun aus 12 Städten zurück und entlässt zeitgleich etwa 100 Mitarbeiter. Folgende Städte werden in Zukunft also ohne die Roller von Lime auskommen müssen:

  • In den USA: Atlanta, Phoenix, San Diego, San Antonio
  • In Lateinamerika: Bogota, Buenos Aires, Montevideo, Lima, Puerto Vallarta, Rio de Janeiro, Sao Paulo
  • In Europa: Linz

Immerhin, der deutsche Markt ist nicht von Limes Sparmaßnahmen betroffen. In den 15 deutschen Städten, in denen die Roller inzwischen verfügbar sind, wird man sie also auch weiterhin antreffen.

Sparmaßnahmen bei Lime, obwohl der E-Scooter-Markt boomt?

Lime ist nicht der erste Anbieter von E-Scootern, der einige Standorte aufgibt und Mitarbeiter entlässt. Laut der Aussage des Leiters des operativen Geschäfts Joe Kraus blickt man der Zukunft aber trotzdem positiv entgegen und hegt große Ambitionen:

Wir sind sehr zuversichtlich, dass Lime im Jahr 2020 das erste Mobilitätsunternehmen der nächsten Generation sein wird, das profitabel ist.

Mit anderen Worten: Noch erzielt das weltweite Unternehmen keinen Gewinn, ersten Berichten zufolge soll aber immerhin das Geschäft in Deutschland bereits profitabel sein.

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In den USA hat Lime zudem ein neues Abomodell namens „Lime Week Pass“ gestartet. Wer eine Gebühr von knapp 5 US-Dollar bezahlt, kann sich eine Woche lange die Startgebühren sparen, die üblicherweise hierzulande bei einem Euro pro Fahrt liegen. Wann oder ob das Angebot auch in Deutschland verfügbar sein wird, ist noch nicht bekannt.

Robert Kohlick
Robert Kohlick, GIGA-Experte für Gaming-Hardware, -PCs und -Laptops.

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