Entsperrte Laptops und PCs scheinen auf kleine Kinder eine gerade zu magische Anziehungskraft zu haben. Genau das ist dem Vater eines 6-jährigen Jungen jedoch zum Verhängnis geworden. Dieser machte sich selber kurzerhand ein Geburtstagsgeschenk auf eBay, das seinen Vater in den Ruin treiben könnte. 

 

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3,2,1, meins! 6-Jähriger kauft Monstertruck für rund 21.000 Euro

Wer seinen Laptop oder seinen Computer nicht sperrt, bevor er ihn ohne Aufsicht zurücklässt, der braucht sich nicht wundern, wenn damit Schabernack gemacht wird. Im Büro nutzen die Kollegen solche Steilvorlagen gerne aus, um ihrem Opfer ein paar kleine Streiche zu spielen, Freunde hingegen setzen peinliche Posts auf Social Media im Namen ihres Bekannten ab.

Mohammad Faraji aus dem britischen Wallsend hingegen traf seine Nachlässigkeit deutlich härter, wie Chronicle Life berichtet. Als er vergaß, seinen Laptop mit einem Passwort zu sperren, machte sich kurzerhand sein 6-jähriger Sohn am Notebook zu schaffen. Anscheinend ist der Sprössling technisch recht begabt, denn der kleine Ario schaffte es binnen kürzester Zeit auf die Webseite von eBay zu navigieren und sich einen umgerechnet rund 21.000 Euro teuren Monstertruck zu ersteigern.

Sein Vater bekam von dieser Aktion erst dann Wind, als er die Rechnung für den Monstertruck zugesendet bekam:

„Es ist unglaublich, dass PayPal den Betrag bezahlt hat, ohne mir eine Benachrichtigung zu senden oder mich zu kontaktieren, um herauszufinden, ob ich diesen riesigen Betrag wirklich bezahlen wolle. Sie hielten die Zahlung nicht zurück und brauchten auch keine Bestätigung von mir.“

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Wie funktioniert eBay?

Verkäufer und eBay winken ab – Vater bleibt auf dem Schaden sitzen

Als Mohammad dem Besitzer des Trucks erklärte, dass es sich beim Kauf um ein Missverständnis handeln würde, winkte dieser ab und sagte stattdessen, dass er den Truck bitte so bald wie möglich abholen solle. Auch der genutzte Bezahldienst PayPal stellte sich quer und verwies den Monstertruck-Käufer stattdessen an das Support-Team von eBay.

Der Kauf wurde zwar bereits im März 2020 abgeschlossen, eine abschließende Einigung wurde aber bis jetzt noch nicht gefunden. Mohammad sieht ein, dass er einen Fehler gemacht hat und für diesen auch bezahlen muss, aber eben nicht den vollen Betrag von über 21.000 Euro. Denn so viel Geld habe er nicht einmal auf seinem Konto. Seiner Meinung nach müsste PayPal vor solchen Käufen überprüfen, ob man sich einen solchen Kauf überhaupt leisten kann und sicherstellen, dass es sich hierbei nicht um eine verdächtige Transaktion handelt.

Robert Kohlick
Robert Kohlick, GIGA-Experte für Gaming-Hardware, -PCs und -Laptops.

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