Die Autohersteller stehen unter Druck. Elektroautos sind für viele Kunden nur noch schwer zu kriegen. Ein Blick auf die aktuellen Zulassungszahlen zeigt: Wer ein E-Auto haben will, kann kaum wählerisch sein. Stattdessen müsst ihr wohl bald nehmen, was ihr kriegen könnt.

Harte Zeiten für E-Auto-Fans: An Stromer ist schwer ranzukommen

E-Autos sind gefragt und gleichzeitig ein knappes Gut. Einige Hersteller müssen Bestellstopps einführen, um hinterherzukommen, der VW-Konzern hat bereits bekanntgegeben, dass neue Kunden in diesem Jahr leer ausgehen werden. Die Schwierigkeiten, die interessierte Kunden auf der Suche nach dem passenden E-Auto haben, schlagen sich auch bei den Zulassungszahlen nieder.

Im April 2022 wurden nur 22.175 Elektroautos neu in Deutschland zugelassen. Im Vergleich zum Vormonat stürzt die Zahl neuer Stromer damit um gut ein Drittel ab. Im März 34.474 Neuzulassungen zu verzeichnen. Im Vorjahresvergleich ist der Rückgang mit einem Minus von 6,9 Prozent allerdings geringer. Der Anteil der E-Autos am Gesamtmarkt schrumpft damit von 14,3 auf 12,3 Prozent (Quelle: Auto Motor Sport).

Der mit Abstand größte Anteil entfällt auf Tesla. Im ersten Monat, in dem die amerikanischen E-Autos in Deutschland gebaut werden, verschwinden die Wagen völlig von den vorderen Plätzen. Model 3 und Model Y – letzteres wird inzwischen in Grünheide bei Berlin gebaut – belegten im März die Plätze 1 und 2. Im April tauchen beide nicht mehr in der Liste der meistverkauften 20 Elektroautos auf.

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Fiat 500 Elektro: Elektro-Flitzer erklimmt wieder die Spitze

Stattdessen gibt es einen neuen, alten Spitzenreiter mit dem Fiat 500 Elektro. Der Kleinwagen war im Januar auf den ersten Platz gerutscht. Gefolgt wird er vom i3 von BMW, einem deutschen E-Auto-Klassiker, der schon in Kürze eingestellt wird. Hyundais Kona Elektro komplettiert die Top 3.

Warum sich der Umstieg aufs Elektroauto – wenn ihr eines kriegen könnt – schon jetzt lohnt:

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Damit besetzen Elektroautos das Treppchen, die vor allem mit einem glänzen können: ihrer Verfügbarkeit. Die Neuzulassungen beweisen, dass E-Auto-Fahrer derzeit nicht wählerisch sein können. Eigentlich beliebte Modelle wie die von Tesla oder VWs ID-Serie müssen erhebliche Einbußen hinnehmen, während der Fiat unverändert stark bleibt.

Für E-Auto-Käufer heißt es jetzt: Ihr solltet alles in Betracht ziehen, was ihr überhaupt noch kriegen könnt. Mehrere Experten erwarten, dass sich die angespannte Lage am E-Auto-Markt noch mindestens bis ins nächste Jahr halten wird – wenn nicht noch länger.