Exklusiv im Apple Store: Neues 5K-Display für Mac und iPad (Update)

Holger Eilhard

Nachdem Apple und LG im Mai bereits einen Nachfolger des UltraFine-4K-Displays vorgestellt hatten, ist nun auch überraschend der Thronfolger der 5K-Variante im Apple Store aufgetaucht, der mit Mac und iPad Pro kompatibel ist. Das neue Modell hat aber diverse Tücken, auf die man vor dem Kauf achten sollte.

Update vom 02.08.2019: Wie sich nun herausstellt, unterstützt das MacBook Pro (15 Zoll) nun doch zwei der neuen LG-Displays mit voller 5K-Auflösung. Die vorherige Dokumentation der technischen Daten seitens Apple war also fehlerhaft.

Die Zukunft der UltraFine-Displays von LG war vor einigen Monaten noch alles andere als sicher, nachdem Apple Anfang Mai 2019 zunächst das 21,5-Zoll-Modell aus dem Store entfernte und dann – zumindest in den USA – auch die 27-Zoll-Variante im Online-Store nicht länger bestellt werden konnte. Einige Wochen später, Ende Mai, präsentierte man dann einen Nachfolger des 4K-Modells in Form eines neuen 24-Zoll-Displays. Nun folgen die guten Nachrichten für Fans der 5K-Version im 27-Zoll-Format, die unter anderem MacRumors beim Stöbern im Apple Store entdecken konnte.

LG UltraFine 5K: 27-Zoll-Display nun für Mac und iPad Pro

Viele Apple-Fans hatten vor der Präsentation des Pro Display XDR noch gehofft, dass der neue hauseigene Apple-Monitor für die Mehrheit der Mac-Nutzer erschwinglich sein würde. Stattdessen zielt Apple aber mit dem eigenen Display bekanntlich auf die professionellen Nutzer ab, die mindestens 5.000 Dollar in einen Bildschirm investieren können.

Das neue 27-Zoll-Modell soll hier aber nun offenbar wieder die Kunden locken und Apples Display-Dilemma beenden, denn mit einem Preis von „nur“ 1.399 Euro ist das LG UltraFine 5K Display vergleichsweise günstig. Hinzu kommt, dass die Auswahl von 5K-Displays im 27-Zoll-Format nur äußerst eingeschränkt ist.

Die neue Version zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass sie nicht nur mit einem Mac, sondern auch ganz offiziell mit dem iPad Pro (2018) genutzt werden kann. Die Verbindung mit dem Mac (oder iPad) findet weiterhin über ein Thunderbolt-3-Kabel statt, welches gleichzeitig dafür sorgt, dass der angeschlossene Computer oder das Tablet mit bis zu 94 Watt geladen werden kann. Die gesteigerte Leistung könnte möglicherweise ein Hinweis auf ein kommendes 16-Zoll-MacBook-Pro sein; das aktuelle 15-Zoll-Modell wird mit einem 87-Watt-Netzteil ausgeliefert.

Ebenfalls vorhanden sind integrierte Stereo-Lautsprecher, Mikrofon und eine Webcam. Drei USB-C-Ports mit Transferraten von bis zu 5 Gbit/s auf der Rückseite erlauben den Anschluss weiterer Peripherie. Leider hat das neue Modelle aber auch seine Schattenseiten, die sowohl Mac- als auch iPad-Nutzer betreffen.

Mit diesem Video präsentierte Apple den neuen Mac Pro und das Pro Display XDR:

Apple-Informationsvideo: Mac Pro 2019 vorgestellt.

LG UltraFine 5K: Rückschritt für MacBook-Pro-Nutzer

Passend zum neuen Display hat Apple auch ein neues Support-Dokument (via 9to5Mac) veröffentlicht, das auf die Nutzung eingeht und dabei auch einige Tücken nennt, auf die man vor einem Kauf achten sollte. So werden etwa iPad-Pro-Besitzer, die sich auf die Nutzung der 5K-Auflösung gefreut haben, enttäuscht. Laut Apple bietet das aktuelle iPad Pro in Kombination mit dem neuen LG UltraFine 5K nur eine maximale Auflösung von 3.840×2.160 (4K) bei 60 Hz.

Deutlich härter trifft es jedoch Benutzer eines MacBook Pro, die zwei der alten 5K-Monitore gleichzeitig bei der vollen 5K-Auflösung (5.120×2.880 Pixel) betreiben konnten:

Bei dem nun vorgestellten Display ändert sich dies. Wer zwei der neuen Monitore in Kombination mit einem 15-Zoll-MacBook-Pro ab dem Modelljahr 2016 nutzt, muss ebenfalls mit einer reduzierten Auflösung von 4.096×2.304 Pixeln leben. Lediglich der iMac Pro ist derzeit in der Lage zwei dieser 5K-Displays bei der vollen Auflösung zu betreiben.

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