Die meisten Leute, die im Netz unterwegs sind, nutzen zum Surfen den Browser Google Chrome. Damit das auch so bleibt, hat Google sich einen neuen Trick einfallen lassen, der Nutzer eines Konkurrenz-Browsers zum Umstieg bewegen soll. Das hat es mit der neuen Masche auf sich.

 

Google Chrome

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Warnhinweis von Google: Nutzer von Microsoft Edge sollen auf Chrome umsteigen

Anfang Februar machte die Meldung die Runde, dass Microsoft versucht, seinen neuen, auf Chromium basierenden Edge-Browser mit einem Trick unter die Leute zu bringen – nun scheint Google zu kontern. Obwohl bereits rund 69 Prozent der Internetnutzer mit Chrome das Netz durchforsten, scheint der Großkonzern nun auch noch Microsofts Kundschaft abwerben zu wollen. Denn wer mit dem neuen Edge-Browser auf die Suche nach passenden Erweiterungen im Chrome Webstore geht, wird von folgendem Hinweis in der gelben Box begrüßt:

Google weist die Nutzer des neuen Edge-Browsers darauf hin, dass die Nutzung der Erweiterungen im Browser ein Sicherheitsrisiko darstellen könnte und empfiehlt daher die Nutzung des hauseigenen Chrome-Browsers. Direkt darunter findet sich ein Download-Link zur Google-Alternative. Eine überraschende Wendung, schließlich zeigten sich Microsoft und Google letztlich bei der Weiterentwicklung von Chromium noch sehr kooperativ.

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Unsicherer Browser: Sollte sich Google lieber an die eigene Nase fassen?

Microsofts neuer Edge-Browser unterstützt die Chrome-Extensions nativ – schließlich basiert auch er auf Chromium. Interessant ist hingegen, dass gerade Google versucht, die Nutzer durch eventuelle Sicherheitsrisiken zum Umstieg zu bewegen. Schließlich hatte der Großkonzern erst Mitte Februar selbst mit zahlreichen bösartigen Erweiterungen zu kämpfen, wie WinFuture berichtete. Anstatt die Konkurrenz anzuschwärzen, sollte sich Google also eventuell an die eigene Nase fassen und die hauseigenen Sicherheitsrisiken minimieren.

Wir zeigen euch, wie ihr in Chrome mit wenigen Klicks Erweiterungen installiert:

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Google-Chrome-Erweiterungen installieren, deaktivieren, löschen

Zudem bleibt die Frage unbeantwortet, inwiefern die Nutzung des neuen Edge-Browsers in Kombination mit den Erweiterungen ein Problem für die Sicherheit des Systems darstellt. Sollte es neue Entwicklungen an der Front des Browser-Krieges geben, werden wir euch auf dem Laufenden hallten.