Google möchte das Pixel 4a und Pixel 5 Berichten zufolge nicht mehr in China produzieren lassen. Stattdessen soll in andere asiatische Länder ausgewichen werden. Google ist dabei nicht der einzige Hersteller, der vor dem Coronavirus flieht – und es gibt noch andere Gründe für den Rückzug.

 

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Google: Pixel-Produktion nach Vietnam verschoben

Wie die Nikkei Asian Review berichtet, plant Google einen schnellen Rückzug seiner Hardware-Produktion aus China. Hintergrund dürfte unter anderem das dort grassierende Coronavirus sein, welches jetzt bereits zu Unterbrechungen bei der Lieferkette und zu vielen Verspätungen sorgt.

Einen neuen Standort hat sich Google bereits ausgesucht: In Vietnam soll bald schon das günstige Pixel 4a (XL) produziert werden. Auch das kommende Pixel 5 (XL) soll nicht mehr in China, sondern in Nordvietnam gebaut werden. Hier wird die Produktion dann in der zweiten Jahreshälfte 2020 beginnen, heißt es.

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Mit Thailand ist auch schon ein weiteres Land gefunden worden, in dem Google künftig Hardware fertigen lässt. Dort sollen aber keine Handys hergestellt, sondern künftige Smart-Home-Produkte gefertigt werden. Diese sollen dann in der ersten Hälfte des Jahres 2020 auf den Markt kommen.

Google ist derzeit nicht der einzige Konzern, der sich nach Alternativen zur Herstellung in China umsieht. Auch Microsoft hat seinen Blick wohl auf Vietnam geworfen. Dort sollen schon bald Desktops, Notebooks und vor allem neue Geräte der Surface-Reihe in Fertigung gehen.

Alle Infos zum aktuellen Google Pixel 3a (XL) gibt es hier im Video:

Google Pixel 3a und 3a XL vorgestellt: Alle Details zu den neuen Smartphones

Flucht aus China auch wegen US-Politik?

Während das Coronavirus die Pläne von Google und Microsoft sicher beschleunigt haben dürfte, ist COVID-19 sicher nicht der einzige Grund, warum Tech-Konzerne ihre Produktionsstätten in China verlassen. Auch der Handelsstreit zwischen den USA und China und damit einhergehende Ungewissheiten haben wohl dafür gesorgt, dass nun andere südostasiatische Länder in den Fokus rücken.

Möglicherweise spielen auch gestiegene Lohnkosten der chinesischen Zulieferer eine Rolle. Sowohl Thailand als auch Vietnam gelten weiterhin als Billiglohnländer, in der die Produktion von Hardware mittlerweile günstiger sein dürfte als in China. Berichten zufolge sollen ganze Produktionsstätten in China vollständig abgebaut werden, um sie dann nach Vietnam und Thailand zu verschiffen.

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Pixel 4a (XL) könnte im Mai kommen

Auch wenn Google es noch nicht offiziell bestätigt hat, könnte die Vorstellung des günstigen Pixel 4a (XL) während der Konferenz Google I/O stattfinden. Diese ist für den 12. bis 14. Mai 2020 geplant. Viele Details sind noch nicht bekannt, es soll das Design des Pixel 4 und vielleicht auch die Dual-Kamera des großen Bruders übernommen werden. Preislich wird derzeit von 400 bis 500 Euro ausgegangen. Das Pixel 3a ist unterdessen wesentlich günstiger zu bekommen.