Huawei hat mit HarmonyOS nach dem US-Bann eine eigene Android-Alternative für seine Smartphones, Smartwatches, Tablets, Fernseher und viele weitere Geräte auf den Markt gebracht. Nach langer Zeit hat das chinesische Unternehmen neue Zahlen genannt und kann sich über ein großes Wachstum freuen.

HarmonyOS läuft auf über 320 Millionen Geräten

Huawei hat HarmonyOS aus der Not geboren. Eigentlich wollte das chinesische Unternehmen mit Android an die Smartphone-Spitze kommen, wurde durch den US-Bann aber hart ausgebremst. Mittlerweile kämpft Huawei laut dem Gründer ums Überleben, kann hin und wieder aber noch große Erfolge feiern. Beispielsweise ist das Huawei Mate 50 Pro das beste Kamera-Smartphone der Welt. Im Rahmen der Huawei Developer Conference 2022 hat das Unternehmen zudem verkündet, dass mittlerweile über 320 Millionen Geräte mit HarmonyOS laufen:

Als HarmonyOS vorgestellt wurde, hatte sich Huawei das Ziel gesetzt, in kurzer Zeit über 300 Millionen Installationen zu erreichen. Wie wir jetzt wissen, hat das etwas länger gedauert, als Huawei gehofft hatte. Trotzdem ist der Meilenstein erreicht und das, obwohl HarmonyOS für Smartphones bisher nur in China genutzt wird und nicht in Europa. Hier bekommen wir weiterhin Android mit EMUI. Das volle Potenzial ist also noch nicht einmal ausgeschöpft.

Wir haben HarmonyOS auf einem Tablet ausprobiert:

HarmonyOS: So schlägt sich Huaweis eigenes Betriebssystem Abonniere uns
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Huawei hat es mit Smartphones aktuell nicht leicht

In Europa läuft es für Huawei mit seinen Smartphones durch die vielen Einschränkungen nicht wirklich gut. Zwar kann Huawei im Bereich der Kamera neue Maßstäbe setzen, doch ohne 5G-Modem und Google-Dienste bleibt das Interesse an Handys sehr zurückhaltend. Dafür versucht Huawei mit anderen Produkten zu überzeugen. Tablets, Smartwatches, Fernseher und so weiter sollen das Unternehmen zu alten Erfolgen zurückbringen. Ob das klappt, wird man abwarten müssen. Es kündigen sich zudem weitere Einschränkungen für das chinesische Unternehmen durch die US-Regierung an. Es könnte also noch schlimmer kommen.

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