Geht es nach dem Software-Chef von Huawei, dann wird das gerade vorgestellte Betriebssystem HarmonyOS schon im ersten Jahr zu einem riesigen Erfolg werden. 300 Millionen Geräte sollen in Kürze auf HarmonyOS setzen, das zu einem allumfassenden Ökosystem ausgebaut wird. In einem Interview sind noch mehr Details bekannt geworden.

 

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Huawei: Software-Chef gibt sich siegessicher

Kurz nach der offiziellen Präsentation der Android-Alternative HarmonyOS hat sich Huaweis Software-Chef Chenglu Wang in einem längeren Interview zu Details geäußert. Ihm zufolge haben die Sanktionen der USA gegen Huawei rein gar nichts mit der Entscheidung zu tun, sich von Android zu verabschieden. Mit der Arbeit an HarmonyOS möchte der Konzern bereits im Mai 2016 begonnen haben.

Als Beweggrund der Entscheidung für ein eigenes Betriebssystem gibt Wang an, dass „Smartphones den Anforderungen der Nutzer nicht mehr gerecht“ werden. Die Kopplung mehrerer Geräte sei zum Beispiel unnötig schwierig. HarmonyOS soll dabei nicht einfach nur ein weiteres Android oder iOS sein, sondern andere Lösungsansätze bieten. Prinzipiell sei das Betriebssystem für smarte Geräte entwickelt worden. Handys, Smartwatches und Fernseher sollen nicht mehr „voneinander isoliert bleiben“.

Ein einziges Betriebssystem für unterschiedliche Geräteklassen habe Wang zufolge nur Vorteile. Kunden müssen sich nicht umorientieren und auch Entwicklern wird es einfacher gemacht, ihre Apps ohne Schwierigkeiten für Smartphones, Tablets und Smartwatches zu veröffentlichen.

Die Vorstellung von HarmonyOS im Video:

HarmonyOS-Event: Alles was Huawei vorgestellt hat

Huawei: 300 Millionen Geräte mit HarmonyOS

Huawei gibt für sein neues Betriebssystem ehrgeizige Ziele aus. Noch in diesem Jahr sollen 300 Millionen Geräte mit HarmonyOS verkauft werden. Zwei Drittel davon sollen direkt von Huawei stammen, während 100 Millionen von Partnerfirmen bereitgestellt werden: „Wenn andere Hersteller das Betriebssystem mögen, können sie den Code von der OpenHarmony-Open-Source-Community bekommen und ihn an ihre Hardware anpassen“. Möglicherweise springt sogar OnePlus auf den Zug auf.