Mit diesem Smartphone von Huawei hätten wir jetzt nicht gerechnet, selbst der Hersteller dürfte davon am Ende überrascht sein. Die Erklärung: Die Chinesen haben mit dem neusten Streich nichts direkt zu tun. Die Suche nach den Verantwortlichen führt uns hingegen zu den Nachbarn nach Russland.

 

Huawei

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Machen wir uns nichts vor, aufgrund der bestehenden Sanktionen gegen Huawei, bekommt der einstige Überflieger unter den Smartphone-Herstellern kein Bein mehr auf westlichen Boden. Anders schaut dies natürlich noch im Heimatland aus, dort spielt Google keine Rolle und muss laut Staatsdoktrin draußen bleiben. Erkannt haben dies jetzt auch die berüchtigten Smartphone-Veredler von Caviar aus Russland.

Huawei Mate 40 Pro und iPhone 12 Pro in der „China Collection“

Die nutzen ihre Chance, verkünden den Eintritt in den chinesischen Markt und sorgen mit ihrer neuesten Kollektion für mächtig gutes Wetter bei der Staatsführung in Peking. Wie das? Die „China Collection“ zelebriert kurzerhand den hundertjährigen Geburtstag der Kommunistischen Partei Chinas. Die wurde – wer weiß es nicht – bekanntlich am 23. Juli 1921 aus der Taufe gehoben und gibt seit der Ausrufung der Volksrepublik China im Jahr 1949 den Ton an.

In diesem Video gibt es schon mal einen ersten Blick auf das ganz besonders Huawei-Smartphone:

China-Kollektion des Huawei Mate 40 Pro und des iPhone 12 Pro aus Russland – kein Ton

Im Mittelpunkt der „China Collection“ stehen dann zwei Smartphones aus dem Reich der Mitte: Das Huawei Mate 40 Pro und das iPhone 12 Pro. Das iPhone? Wer es vergessen hat, auch das Apple-Handy wird im Reich der Mitte zusammengebaut, wenngleich die Konstruktion aus dem dekadenten Westen stammt. Echte „Kommunisten“ greifen natürlich lieber zum chinesischen „Original“, also dem Huawei Mate 40 Pro – entwickelt und gefertigt unter dem Schutz der allwissenden Partei und des obersten Führers.

Alle Varianten der China-Kollektion in der Übersicht (Bild: Caviar).

Zugegebenermaßen müssen die Freunde der Kommunistischen Partei Chinas allerdings gut bei Kasse sein. Schon die einfachste Ausführung kostet mindestens 4.920 Euro. Bei dieser Variante ist allerdings leider nicht alles Gold was glänzt, allein eine Vergoldung der Zierelemente ist da beim Preis mit drin. Gefertigt werden von diesem Huawei Mate 40 Pro nur 68 Stück. Für diese spezielle Anzahl gibt's auch eine interessante Erklärung:

„Das Design wird in einer limitierten Auflage von 68 Stück präsentiert. Die Zahlen 6 und 8 sind für China heilig: Die 6 steht für Glück und beruflichen Erfolg, die 8 für Reichtum und Wohlstand.“

Die einfachste Variante – kostet keine 5.000 Euro (Bild: Caviar).

Editionen ehren die obersten Führer Chinas

Noch exklusiver und natürlich teurer wird's bei zwei echten „Goldstücken“. Sowohl das Modell zu Ehren Mao Zedongs als auch die Variante, die Deng Xiaoping gewidmet ist, enthält Elemente und nicht zuletzt ein Relief des jeweiligen Führers auch echtem Gold – 18 Karat (750) versteht sich. Davon gibt's dann jeweils nur 16 Stück zu Preisen von je 22.900 Euro. Glaubt man den Angaben auf Caviars Webseite, ist von den limitierten Stückzahlen die Mehrheit schon verkauft.

Wer seinen Führer liebt, der zahlt – knapp 23.000 Euro (Bild: Caviar).

Wundert uns nicht, immerhin gibt's in China knapp 4,5 Millionen Dollar-Millionäre – eine hinreichend große Anzahl an potentiellen Kunden für die Smartphone-Veredler in Russland. Mal zum Vergleich, Mütterchen Russland hält für die Tuner nur gut 246.000 Millionäre bereit. Der Gang nach China ist da also durchaus knallhart kalkuliert und dürfte erfolgversprechend sein. Wir wünschen gutes Gelingen: Zhù hǎo yùn!