In einer Youtube-Dokumentation kündigte Entwickler IO Interactive am Montag einen finalen, dritten Teil ihres Hitman-Reboots, sowie eine neue IP an. Das dänische Studio kann sich für Hitman 3 außerdem eine Rückkehr zum kontroversen Episoden-Format vorstellen.

Im ersten Teil der Youtube-Dokumentation „The Fall and Rise of Hitman“ vom Kanal Noclip teaserte der CEO von IO Interactive einen dritten Teil für das 2016 gestartete Reboot an. Dieser soll die Trilogie abschließen und mit den beiden Vorgängern zusammen ein großes Erlebnis bieten.

The World of Assassination, when that’s complete, it’s gonna be one game with all the locations starting from Paris in Hitman 1 to the last location in Hitman 3, where it’s 20-plus locations

Laut CEO Hakan Abrak könne sich das Studio für Hitman 3 durchaus eine Rückkehr zum kontrovers diskutierten Episodenformat des ersten Teils vorstellen. Mit der zukünftigen Betreuung des Hitman-Franchises und der Umsetzung von Teil 3 ist ein im Januar diesen Jahres gegründetes Tochter-Studio in Malmö beauftragt.

Das Hauptstudio in Kopenhagen arbeitet derweil an einer vollkommen neuen IP, wie ebenfalls aus der Dokumentation hervorgeht. Worum es sich dabei handelt, ist genauso unklar, wie der Releasezeitraum.

Schon wieder Episoden?  -  Hintergrund

Mit der Entscheidung Hitman 2016 in separaten Episoden zu veröffentlichen, wollte das dänische Studio mehr Spielern die Faszination einer Auftragskiller-Sandbox näherbringen. Wie Studiochef Hakan Abrak erklärt, bestand die ursprüngliche Idee darin, dass ein Großteil der Spieler durch das reduzierte Format zu gewinnen, die sich anschließend die Vollversion kaufen würden. Tatsächlich wurde die vollständige Version des Spiels wesentlich häufiger verkauft, und trotzdem das Reboot 2016 von Kritikern sowie von langjährigen Fans durch die Bank weg gelobt wurde, entwickelte es sich zu einem finanziellen Flop.

Nachdem sich die wirtschaftlichen Vorstellungen von Publisher Square Enix nicht mit den tatsächlichen Zahlen vereinbaren ließen, entschied das Studio aus Japan, sich als Geldgeber zurück zu ziehen und IO Interactive unabhängig weiterarbeiten zu lassen. Die Dänen standen vor gewaltigen Herausforderungen, da sie bereits mitten in der Entwicklung des Nachfolgers steckten und plötzlich kein Geld mehr zur Verfügung hatten. Trotz zahlreicher Entlassungen gelang es IOI Hitman 2 fertig zu stellen, nicht zuletzt weil die neue Engine und andere Grundlagen bereits im Vorgänger realisiert worden waren.

Im zweiten Teil verzichteten sie dann auf ein Episodenformat und veröffentlichten alle Level zusammen. Rückblickend mag es komisch wirken, weshalb sich das Studio für Abschluss der Trilogie erneut einen Release in Episodenform vorstellen kann. Allerdings sorgt die Begrenzung auf eine einzige Location für eine bestimmte Zeit dafür, dass sich die Spieler voll und ganz auf diese einlassen können. Der eigentliche Reiz des Hitman-Gameplays kommt so erst richtig zur Geltung, wie unser Autor Alex bereits vor knapp drei Jahren festgestellt hat.

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Wenn du bis hierhin gelesen hast, scheinst du dich tatsächlich für die Hitman-Reihe zu interessieren. Was hältst du vom Episodenformat? Wie findest du die letzten beiden Hitman-Teile und freust du dich bereits auf den Abschluss? Schreib uns deine Meinung gerne in die Kommentare.