Der chinesische Hersteller Huawei leidet massiv unter dem US-Bann. Nach außen gibt sich der Gründer Ren Zhengfei oft zurückhaltend. Intern geht es viel härter zu, wie nun bekannt wurde.

 

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Huawei-Gründer: „Hinterlasst eine Blutspur“

Wenn der Huawei-Gründer Ren Zhengfei Interviews gibt, dann sind die meist gut durchdacht und wirken sehr harmlos. Oft sind es Aussagen, dass die USA mehr unter dem US-Bann leiden werden, als Huawei selbst. Hinter den Kulissen geht es hingegen deutlich härter zu. Bereits 2018 hat Ren Zhengfei nach der Verhaftung seiner Tochter harte Worte an seine Mitarbeiter gerichtet. Laut dem Wall Street Journal hat er Mitarbeiter mit Aussagen wie „Drängt vor und tötet dabei, hinterlasst eine Blutspur.“ eingeschworen. Es geht dabei um den Umgang mit Konkurrenten.

Der Huawei-Chef ist durch seine militärische Vergangenheit schon öfter mit ähnlichen Aussagen aufgefallen, die aber nur intern zur Motivation der Mitarbeiter geäußert wurden, nie extern. So wurde im Februar 2019 bekannt, dass der Huawei-Chef die Mitarbeiter des Huawei-Campus in Wuhan mit den Worten „Das Unternehmen ist in einen Kriegszustand eingetreten“ eingeschworen hat – berichtet Golem. Dabei behauptet Huawei immer wieder, dass das Unternehmen nicht spioniert und die Vorwürfe bis heute nicht belegt werden konnten. Die deutschen Sicherheitsbehörden sind ebenfalls nicht von der Schuld Huaweis überzeugt. Trotzdem hat es das chinesische Unternehmen mittlerweile schwer wichtige Aufträge im 5G-Netz zu bekommen. Der Druck von Aussen und eine gewisse Unsicherheit tragen dazu bei. Selbst o2 hatte sich für Huawei eingesetzt, im Kernnetz jetzt aber eine andere Entscheidung getroffen.

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Huawei hat es immer schwerer

Für Huawei läuft in Europa langsam aber sicher die Zeit ab. Um so länger der US-Bann gilt und das Unternehmen keine Google-Apps auf neuen Smartphones installieren kann, um so uninteressanter werden die Geräte für europäische Kunden. Im Endeffekt werden die Smartphone-Käufer zur Konkurrenz greifen und da stehen Samsung und Xiaomi aktuell ganz hoch im Kurs. Doch auch die in Deutschland noch nicht so bekannte Marke wie Oppo gibt aktuell richtig Gas.