Kann man sich jetzt noch einen iMac kaufen? Viele Apple-Nutzer stellen sich aktuell diese Frage – der vom Hersteller angekündigte Wechsel auf eigene Prozessoren wirft seine Schatten voraus. Für mich ist die Antwort sonnenklar: Ich greife jetzt noch zum wohl letzten iMac mit Intel-Chip. Das hat einen einzigen Grund.

 

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In ihrer langen Geschichte haben Apples Mac-Computer bereits mehrere einschneidende Veränderungen durchgemacht. Zuletzt war das 2005 der Fall, als Steve Jobs den Umstieg auf Intel-Prozessoren bekanntgab. Jetzt steht eine erneute „Herztransplantation“ an: der Wechsel auf eigene Prozessoren auf ARM-Basis, genannt „Apple Silicon.“ Damals wie heute stellt der Switch Apple-Nutzer vor das gleiche Dilemma: Jetzt noch einen Mac kaufen – oder doch auf das Modell mit neuem Chip warten? Beim jüngst vorgestellten Refresh der iMac-Reihe muss zumindest ich aber nicht lange nachdenken.

iMac 2020: Günstiges Aufrüsten des RAM

Der neue (alte) iMac ist bestellt und befindet sich auf dem Weg zu mir. „Warum?“, werden sich jetzt bestimmt manche fragen und dabei die Hand an den Kopf schlagen. Die Antwort trägt nur drei Buchstaben: RAM. Der iMac 2020 mit Intel-Chip hat noch immer eine leicht zu bedienende Service-Tür für den Arbeitsspeicher, womit sich der RAM kostengünstig aufrüsten lässt. Das kann man natürlich auch direkt bei Apple im Onlineshop machen – nur dann zahlt man halt mehr als 3.000 Euro zusätzlich für 128 GB Arbeitsspeicher. Wer hingegen RAM-Riegel bei Amazon oder anderen Elektronikhändlern kauft, zahlt nur ein paar Hundert Euro. Das Ergebnis ist gleich, aber man spart eine Menge Kohle.

Man sollte sich da keinen Illusionen hingegen: Ich halte es für ausgeschlossen, dass Apple bei einem künftigen iMac auf Basis von Apple Silicon das nachträgliche Aufrüsten des Arbeitsspeichers ermöglicht. Das macht der US-Konzern schließlich auch nicht bei iPhone oder iPad.

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Neuer iMac mit frischem Design und Face ID

Natürlich kenne auch ich die Gerüchte über den kommenden iMac. Dass er ein neues Design bekommen wird oder Face ID zur Entsperrung. Tolle Features, die auch ich gerne gehabt hätte. Aber am Ende des Tages ist mir die kostengünstige Aufrüstmöglichkeit des aktuellen Modells wichtiger. Und ganz ehrlich: Für mich ist das Design des iMac auch gar nicht „alt“, es ist vielmehr ein Klassiker, echter Kult. Der wird noch in fünf oder sieben Jahren toll im Wohnzimmer aussehen – und solange dürfte der Rechner auch mindestens Softwaresupport erhalten, wenn nicht gar länger.

Kurzum: Der neue iMac wird mit Sicherheit toll, aber meinen Kauf bereue ich nicht.

Hinweis: Die in diesem Artikel geäußerten Meinungen stellen ausschließlich die Ansichten des Autors dar und sind nicht notwendigerweise Standpunkt der gesamten GIGA-Redaktion.

Kaan Gürayer
Kaan Gürayer, GIGA-Experte für Smartphones, Tablets und Smartwatches.

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