Ursprünglich hatte die Gerüchteküche eine Aktualisierung des beliebten All-in-one-Mac im Rahmen der WWDC Ende Juni vorhergesagt. Diese Frischzellenkur für den iMac materialisierte sich jedoch bekanntlich nicht – und auch vom aktuellen Modell sind offenbar nicht mehr viele Exemplare verfügbar. Hier ist ein Überblick zur aktuellen iMac-Situation.

iMac im 27-Zoll-Format: Lange Lieferzeiten werfen Fragen auf

Wir erinnern uns an die Tage und Wochen vor der WWDC. Mehrere bislang zuverlässige Leaker sagten damals voraus, dass Apple im Rahmen der Entwicklerkonferenz einen neuen iMac in einem ebenfalls neuen Design vorstellen würde. So war etwa im März die Rede von einem neuen 23-Zoll-Modell; Ende April folgten ähnliche Berichte. Geblieben ist davon nichts, bis auf ein kleines Detail, das seitdem für Frust bei potenziellen Käufern sorgt: die Lieferzeiten.

Apples MacBook-Familie bei Amazon

Die Wartezeiten waren in der Vergangenheit immer wieder ein Indiz dafür, dass Apple möglicherweise eine Aktualisierung der betroffenen Hardware plant. Schon vor der WWDC waren diese Lieferzeiten beim iMac mehrere Wochen lang, doch mittlerweile haben sie – zumindest beim 27-Zoll-Modell – eine ganz neue Dimension erreicht.

Während es bei der aktuellen „Einsteiger-Version“ mit 21,5-Zoll-Display keine akuten Lieferprobleme gibt, sieht die Situation beim großen Bruder ganz anders aus. Sowohl im deutschen als auch im amerikanischen Apple Store liegen die Lieferzeiten der besser ausgestatteten Modelle laut dem Unternehmen aus Cupertino bei mehreren Wochen. Wer heute bestellt, bekommt als Liefertermin den 3. bis 11. September – fast zwei Monate von heute. Es scheint damit fast so, als stände der altbekannte iMac, wie wir ihn seit Jahren kennen, vor einem frühzeitigen Aus.

Am Design des aktuellen iMac hat sich in den vergangenen Jahren nicht viel getan – wie auch im Test des All-in-one-Mac aus dem Jahr 2017 deutlich wird:

27 Zoll iMac (2017) mit 5K-Display im Test

Neue iMacs: Wann kommen die Updates?

Wann genau denn jetzt die neuen Varianten des iMac erscheinen werden, ist bislang unbekannt. Wie MacRumors zusammenfasst, sprechen die üblichen Analysten und Apple-Insider mittlerweile von einer möglichen Vorstellung im 3. Quartal 2020 – also irgendwann zwischen heute und Ende September. Ming-Chi Kuo sagt etwa einen neu designten 24-Zöller voraus. Erst jüngst war ein möglicher Benchmark eines überarbeiteten Modells mit einem neuen Intel-Chip aufgetaucht.

Neben dem Update des Intel-iMac steht uns aber die Vorstellung der ersten Macs mit „Apple silicon“, dem aktuellen Platzhalter für die zukünftigen ARM-Macs, ins Haus. Apple hatte diesbezüglich bereits versprochen, dass man bis Ende 2020 erste Modelle vorstellen wird.

So stellen sich einige Designer einen zukünftigen iMac vor:

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iMac 2020: Macht Apple diesen herrlichen Rechnertraum wahr?

Aber auch ein Blick auf die Verfügbarkeit des kommenden macOS Big Sur könnte ein Indiz auf Hardware-Neuvorstellungen sein. Die neuen macOS-Versionen erschienen in den vergangenen Jahren üblicherweise im September oder Oktober. Der erste Monat des 4. Quartals war in der Vergangenheit ebenfalls ein gern genutzter Zeitpunkt für ein Mac-Event.

Holger Eilhard
Holger Eilhard, GIGA-Experte für iPhone, iPad, Mac und alles andere zum Thema Apple.

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