Technikprodukte sind verdammt schnelllebig. Kaum ist etwas auf dem Markt erschienen, gehört es meistens innerhalb kürzester Zeit wieder zum alten Eisen – das gilt auch für Prozessoren. Nun schickt Intel gleich 24 alte Chips in Rente, darunter auch einige ehemalige Bestseller. 

Intel Core i7-8700K und Co: 24 Prozessoren wir der Stecker gezogen

Kaum sind Intels neue Prozessoren in den Verkauf gestartet, schickt der Branchenprimus seine alte Garde in Rente – aus gutem Grund, wie sich zeigt. Denn wie es aussieht, hat Intel die Nachfrage für seine neuen Prozessoren etwas unterschätzt und muss nun schnellstmöglich nachlegen.

Doch damit möglichst viele der neuen Modelle zukünftig vom Band rollen können, müssen andere vorher aufs Abstellgleis geschickt werden – und dieses Mal ist Coffee Lake unter die Räder gekommen. Bei 24 Prozessoren stellt Intel die Produktion bald ein. Bis Ende 2020 können die Händler noch entsprechende Bestellungen aufgeben. Folgende Modelle werden danach nicht mehr gefertigt, wie ComputerBase berichtet:

  • Core i7: 8700K, 8700B, 8700, 8086K
  • Core i5: 8600K, 8600T, 8600, 8500B, 8500, 8400, 8400T
  • Core i3: 8350K, 8300T, 8300, 8100B, 8100
  • Pentium: G5600F, G5600T, G5600, G5500T, G5500, G5400
  • Celeron: G4920, G4900

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Nach offizieller Aussage hat man sich zu diesem Schritt entschieden, da sich die Nachfrage inzwischen hin zu den neueren Modellen verschoben hat – und das macht durchaus Sinn. Schließlich bietet der neue i5-10400 genauso viele Kerne und Threads wie der alte i7-8700K. Und da man ja immer noch auf die 14-nm-Fertigung setzt, sollte auch die Umstellung verhältnismäßig schnell erfolgen können.

Übrigens: Nicht alle Prozessoren aus dieser Ära werden von Intel in Rente geschickt. Einige Modelle wie der i3-8100, i5-8500 oder i7-8700 werden auch weiterhin produziert. Hier scheint die Nachfrage also noch hoch genug zu sein.