Schnell wird ein iPhone geklaut oder geht verloren. Etwas sollten Apple-Nutzer dann aber besser niemals tun, wie ein aktueller Fall eines gemeinen Tricks offenbart. Es gilt: Augen auf bei der Kommunikation!

 
Apple
Facts 

Wer ein iPhone verliert oder wem es gestohlen wird, der kann es aus der Ferne sperren und gegebenenfalls lokalisieren. Apple nennt das bekannte und beliebte Feature „Wo ist?“. Ist es auf dem iPhone aktiviert, kann auch niemand mehr das iPhone ohne Wissen über Passwort und Apple-ID des rechtmäßigen Besitzers löschen und zurücksetzen. Soweit die Theorie.

Geklautes iPhone: So kommen Diebe an Apple-ID und Passwort

In der Praxis zeigt sich jetzt, wie böse Buben diesen profunden Schutzmechanismus einfach aushebeln können. So geschehen im fernen Delhi (Quelle: India Today). Der Meldung zufolge verlor ein Nutzer sein iPhone 12. Er aktivierte daraufhin den erwähnten Modus über „Wo ist?“, informierte die Polizei und sperrte die SIM-Karte.

Nach einigen Tagen erhielt er dann eine Nachricht, vermeintlich von Apple. Demzufolge wäre sein iPhone gefunden und zwischenzeitlich angeschaltet worden. Möchte er den aktuellen Standort einsehen, so sollte er dem beiliegenden Link folgen. Was er tat, auf der verbundenen Webseite gab er für eine scheinbare Anmeldung seine Apple-ID und sein Passwort ein – ein Kardinalfehler. Was wirklich geschah?

Das Feature von Apple im Video erklärt:

Mein iPhone suchen: Apple erklärt die Funktion

Es waren die Diebe, die ihm die Textnachricht schickten. Die erbeuteten seine Zugangsdaten und konnten so das iPhone 12 kurze Zeit später zurücksetzen und löschen. Der rechtmäßige Besitzer bemerkte dies erst, als es schon zu spät war und er eine E-Mail erhielt, dass von einem Windows-Desktop aus auf seine Apple-ID zugegriffen wurde. Er änderte daraufhin zwar sein Passwort und entfernte den Windows-Desktop aus seiner Apple-ID, doch da war das iPhone schon gelöscht und nun auch für die Diebe zugänglich.

Nicht auf Phishing-Trick hereinfallen

Was lernen wir daraus? Augen auf bei der vermeintlichen Kommunikation mit Apple. Immer wieder fallen Nutzerinnen und Nutzer auf hinterlistige Phishing-Versuche herein. Apple würde aber niemals derartige Nachrichten versenden und dann ominöse Links verschicken. Man sollte also zu keiner Zeit leichtfertig seine Apple-ID und das dazugehörige Passwort preisgeben.