Kia mausert sich mit seinen E-Autos zum ernstzunehmenden Konkurrenten für die großen Namen der Autobranche. Den nächsten Schritt auf diesem Weg hat der koreanische Hersteller vorgestellt. Der EV6 GT kommt dabei sogar an die Speerspitze der Elektroautos aus Deutschland heran und macht sogar Porsche Konkurrenz.

Kias neues E-Auto fordert Porsche heraus: EV6 GT setzt Maßstäbe

Kia geht den nächsten Schritt auf dem Weg zum E-Auto-Produzenten, der weltweit mitreden kann. Der südkoreanische Hersteller hat die Sportversion des erfolgreichen Stromers EV6 vorgestellt: der EV6 GT. Für Kia markiert das sportliche E-Auto einen ganz neuen Anspruch.

Deutlich wird das bei der Spitzengeschwindigkeit: Bis zu 260 km/h sind mit dem EV6 drin, von 0 auf 100 km/h sprintet er in 3,5 Sekunden. Bei der Höchstgeschwindigkeit zieht Kia damit sogar gleich auf mit Porsches Aushängeschild für E-Mobilität. Der Porsche Taycan Turbo S hat es damit unter die schnellsten E-Autos geschafft. Mit der Beschleunigung lässt der EV6 GT unter anderem das Model Y von Tesla hinter sich.

Bei den Fahrmodi sowie im gesamten Auftritt des EV6 GT setzt Kia auf Sportlichkeit und Dynamik. Der hohe Grad an Personalisierungsmöglichkeiten dürfte Fahrern entgegenkommen, die gerne tief in die Materie einsteigen. So können die einzelnen Regelungen der Fahrmodi auch in einem „My Drive“-Modus individuell abgestimmt werden.

Für die nötige Power sorgen zwei E-Motoren, die gemeinsam auf 430 kW kommen. Auch eine hochwertige Innenausstattung sowie die bereits aus dem EV6 bekannte Multimedia-Ausrüstung erwarten Kunden. Die Vorbestellungen für die GT-Version sollen laut Kia im zweiten Halbjahr 2022 beginnen. Der Produktionsstart ist für September angesetzt, ausgeliefert werden sollen die ersten Modelle noch in diesem Jahr.

Mit dem EV6 GT kriegt das Auto des Jahres 2022 eine würdige Ergänzung:

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In anderer Hinsicht bleibt man dem treu, was Kunden vom EV6 kennen – immerhin das Auto des Jahres 2022. Die maximale Reichweite sinkt allerdings leicht auf bis zu 424 km. Mit dem EV6 (zum Test) sind bis zu 470 km laut WLTP-Standard möglich. Das ist der deutlich stärkeren Motorisierung geschuldet, den weiterhin die 77,4-kWh-Batterie antreiben muss. Mit 800-V-Schnellladung sollen 18 Minuten ausreichen, den Kia von 10 bis auf 80 Prozent mit frischem Strom zu versorgen.

Beim Preis hält Kia sich noch zurück. Klar ist allerdings, dass Fahrerinnen und Fahrer sich auf bessere Werte als bei den meisten Versionen des Porsche Taycan freuen können – und das wohl für deutlich weniger Geld.