Vodafone bekleckert sich gerade nicht mit Ruhm: Kunden, die Wert auf eine stabile Verbindung beim Telefonieren legen, sind wohlmöglich bei der Konkurrenz besser aufgehoben, wie ein prominentes Beispiel zeigt. Dabei kommt Vodafone nicht gut weg.

 

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Gesprächsabbrüche: VW vertraut nicht mehr nur auf Vodafone

9 Jahre ist es her, dass Vodafone einen grandiosen Coup landen konnte: 2012 wechselte der VW-Konzern für die Verträge zu insgesamt rund 90.000 Firmenhandys von der Telekom zum Düsseldorfer Mobilfunkanbieter. Was damals eine Breitseite für die Telekom war, zeichnet sich jetzt in umgekehrter Reihenfolge ab. Die Lehren, die Volkswagen offenbar aus seiner Zeit als Vodafone-Kunde zieht, könnten auch Privatkunden zum Nachdenken anregen.

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Volkswagen soll bei Mitarbeitern an den Standorten in Wolfsburg, Braunschweig, Hannover, Salzgitter und Emden jetzt den Mobilfunk auf Firmenhandys umstellen. Statt nur noch auf Vodafone zu setzen, geht man einen halben Schritt zurück. Angestellte aus der Management-Ebene werden künftig die Netze von Telekom und Vodafone nutzen. Immerhin hat Vodafone VW als Kunden also nicht ganz verloren, dafür trifft die Kritik umso schmerzlicher.

Denn laut Informationen von Business Insider sollen sich Beschäftigte von Deutschlands größtem Automobilhersteller mehrfach über die Qualität des Vodafone-Netzes beschwert haben. „Die Netzabdeckung von Vodafone war und ist weniger das Problem als diese plötzlichen Aussetzer bei wichtigen Calls“, zitiert das Wirtschaftsportal einen namentlich nicht genannten Angestellten.

Gerade bei wichtigen Telefonaten oder bei der Arbeit im Home-Office ist diese Instabilität ein großes Ärgernis – und ein Stück weit ein Armutszeugnis für den Netzbetreiber, wenn VW lieber wieder zur Konkurrenz zurückkehrt. Intern werde die Entscheidung mit einer neuen 2-Provider-Strategie begründet. Das führe laut VW zu mehr Wettbewerb und schließlich zu „einer höheren Mobilfunk-Qualität“.

Offenbar ist die Verbindung nicht überall so gut, wie direkt am Vodafone-Hauptsitz:

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Welche Lehren ziehen Privatkunden von Vodafone?

Für Privatkunden von Vodafone sollte die Entscheidung zumindest Denkanstoß sein. Denn nicht nur bei VW gilt inzwischen die Home-Office-Pflicht. Wer von Zuhause aus arbeitet, ist einfach auf verlässlichen Mobilfunk und Internet angewiesen. Sicher zu gehen, dass der eigene Anbieter leistet, was man benötigt, schadet nie. Wer nach Alternativen zum aktuellen Mobilfunkvertrag sucht, sollte sich unseren aktuellen Vergleich für monatlich kündbare Verträge ansehen.