LG verkauft immer weniger Smartphones. Um das Ruder herumzureißen, soll nun ein neuer Plan bis 2021 dafür sorgen, dass die Handysparte wieder profitabel wird. Nutzer sollen „wieder begeistert“ werden, heißt es optimistisch. Aber kann das überhaupt noch gelingen?

LG: Handysparte bis Ende 2021 profitabel

LG Mobile möchte aus den roten Zahlen heraus. Wie CEO Kwon Bong-seok auf der Messe CES 2020 in Las Vegas bekannt gab, soll der Konzern eine neue Strategie entwickelt haben, um bis zum Ende des Jahres 2021 wieder Profite im Smartphone-Geschäft zu erwirtschaften. Neue Handys sollen hier die Wende bringen, das Portfolio selbst soll kräftig ausgebaut werden. Kunden werden von LG-Handys „wieder begeistert“ sein, prophezeit Kwon Bong-seok laut mobiFlip. Wie genau sich LG Mobile die Zukunft vorstellt, gab der CEO allerdings nicht zu Protokoll. Konkrete Details wurden nicht genannt.

Während es dem Konzern LG finanziell bestens geht, bleibt LG Mobile weiter das Sorgenkind. Im dritten Quartal 2019 wurde zwar mit 1,14 Milliarden Euro ein sehr ordentlicher Umsatz erzielt, doch der „Gewinn“ belief sich im gleichen Zeitraum auf minus 121,4 Millionen Euro. Immerhin hat sich der Verlust im Vergleich zum zweiten Quartal 2019 halbieren können. Die anderen Sparten des LG-Konzerns sorgen hingegen weiter für kräftige Gewinne. LG Mobile wird schon länger von ihnen querfinanziert.

Von einem Abschied aus dem Geschäft mit Smartphones möchte LG offiziell nichts wissen. Ganz im Gegenteil dürften bald schon neue Modelle auf den Markt kommen, die dann bis Ende 2021 für schwarze Zahlen bei LG Mobile sorgen sollen. Ob LG das Ruder angesichts der starken Konkurrenz herumreißen kann, bleibt natürlich fraglich. Schon früher war der Konzern eher durch Ankündigungen als durch echte Resultate aufgefallen, insbesondere bei der Update-Politik.

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In Deutschland ist der Marktanteil von LG kaum noch messbar. In manchen Statistiken wird LG bereits unter „Weitere“ zusammengefasst, andere sprechen von einem Marktanteil von etwa einem Prozent.

LG G9 und V60 als Hoffnungsträger

Auch wenn LG es selbst sicher nicht so formulieren würde, dürften die nächsten Handys ein wichtiger Meilenstein für die Zukunft werden – positiv oder negativ. LG G9 ThinQ und V60 ThinQ stehen anscheinend bereits in den Startlöchern und könnten im Rahmen des Mobile World Congress in Barcelona Ende Februar 2020 gezeigt werden.

Von der bisherigen Taktik, ein G-Modell im Frühjahr und ein V-Modell im Herbst zu zeigen, hat sich LG bereits verabschiedet. Ersten Berichten zufolge soll der wesentliche Unterschied zwischen den beiden Handys in der Konnektivität liegen. Während das LG G9 ThinQ hier wohl auf 4G setzt, könnte das LG V60 ThinQ mit einem 5G-Modem ausgestattet werden.