Eine Systemfunktion in macOS Catalina liefert unerwartete  Ergebnisse: Auch korrekt ans Netzteil angeschlossen laden moderne MacBooks manchmal nicht. Klingt nach einem Fehler, hat offenbar aber einen Sinn.

 

MacBook Pro 2019

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MacBook „lädt nicht“: Batteriezustandsverwaltung ist der Grund

Apple hatte in macOS Catalina 10.15.5 eine Batteriezustandsverwaltung eingeführt, die MacBook-Akkus schonen und langlebiger machen soll. Das Feature soll nun bei manchen Kunden für Verwirrung gesorgt haben, berichtet das Portal heise.de. MacBook-Modelle aller Art zeigten beim Batteriesymbol in der Systemleiste gelegentlich den Schriftzug „Lädt nicht“ an, obwohl das Notebook korrekt an die Stromversorgung angeschlossen ist.

Apple gibt jetzt in einem neuen Eintrag im Supportbereich seiner Website Entwarnung. Er ist derzeit nur in englischer Sprache verfügbar. Im Eintrag heißt es, dass MacBooks gelegentlich den Ladevorgang unterbrechen, um die Batteriezustandsverwaltung neu zu kalibrieren. Es handelt sich also nicht um einen Defekt am Gerät.

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Batteriezustandsverwaltung in macOS Catalina erklärt

Die Batteriezustandsverwaltung ist nach einem Update auf macOS 10.15.5 standardmäßig aktiviert. Abschalten kann man sie in den Systemeinstellungen unter „Energie sparen“ > „Batteriezustand ...“.  Das ist nötig, um die maximale Akkulaufzeit aus dem MacBook herauszuholen, auch wenn das die Lebensdauer der Batterie langfristig verringern kann.

Apple will mit der Funktion den chemischen Alterungsprozess moderner MacBook-Akkus verlangsamen. „Hierzu überwacht die Funktion den Temperaturverlauf und die Ladezyklen der Batterie“, erklärt der Hersteller auf seiner Website. Basierend auf diesen Messungen begrenzt macOS die maximale Aufladung der Notebook-Batterie – auf ein Level, das an das Nutzungsverhalten des Users angepasst ist. Das verringere die Abnutzung der Batterie und verlangsame dadurch den Alterungsprozess, schreibt Apple.

Thomas Konrad
Thomas Konrad, GIGA-Experte für macOS, iOS und Apple-Hardware.

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