Falls euch dieses Bild an Breath of the Wild erinnert, dann ist das okay: Windbound ist ein mysteriöses Survival-Adventure mit wunderschöner Wildnis, heimeligen Booten, die ihr bauen könnt und einem schäumenden Ozean, den es zu überqueren gilt. Ihr seid schiffsbrüchig und allein im Nirgendwo, dessen uraltes Geheimnis blau am Himmel leuchtet ... ja, es ist die Art von Spiel, die ihr nach Zelda sucht.

 

Windbound

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Windbound

Das Ding ist, viele Spiele werden mit Zelda: Breath of the Wild verglichen und nicht immer hilft das jenem Werk, um das es eigentlich geht. Im Falle von Windbound ist es aber nahezu ausgeschlossen, nicht an Breath of the Wild zu denken – ohne, dass sich die beiden Spiele zu sehr überschneiden würden. Ihr schlüpft in die dünnen Sandalen von Kara, einer schiffbrüchigen Frau, die an die Strande der verbotenen Inseln gespült wird. Von ihrem Stamm ist nichts mehr zu sehen; sie hat weder Essen, Ausrüstung noch ein Boot, mit dem sie von jener kleinen Insel zur nächsten segeln könnte. Was sie hat, ist ein Messer, ihre Hände und den Willen, herauszufinden, was genau da am Horizont eigentlich grell-blau aufleuchtet.

Und den hatte ich auch, als ich Windbound in einer zweistündigen Online-Session anspielen durfte: Vor vier Monaten kündigte Entwickler 5 Lives Studios das malerische Zelda'n'Survive an, erscheinen soll es schon am 28. August 2020, und das nicht nur für Nintendo Switch, sondern auch für PS4, Xbox One und PC. Habt ihr schon die Segel gespannt?

Der Weg geht voraus, ins Unbekannte:

Windbound - Brave the Storm - Ankündigungs-Trailer

Windbounds Stärke ist ein neugieriges „Was ist das?“-Gefühl, das ihr aus Zelda kennt

Zu dem blauen Licht am Himmel: Nein, ich weiß nicht genau, was die Welt von Windbound dahinter verbirgt, und das ist wundervoll sowie wichtig: Während ihr euch mit Kara durch die Wildnis des Spiels schlagt, Essen sammelt und euer erstes, winziges Segelboot baut, blitzen blaue Lichtkegel in der Ferne auf; seltsam-religiös anmutende Steintürme, aus deren Mitte ein Strahl gen Himmel ragt. Ihr erinnert euch, dass euch und euren Stamm etwas auf dem Meer angegriffen hatte; ein Ungeheuer, ein Sturm, ein Portal? Noch dazu findet ihr immer mehr bizarre Ruinen, je weiter ihr im Spiel vorankommt – weitere Türme, die ihr aktivieren könnt und summende Gräber in moorigen Urwäldern.

Jede Insel ist überschaubar und bringt neue Ressourcen: Euer Boot ist euer Zuhause, das ihr von Land zu Land steuert, ausbaut, umbaut und solange vergrößert, bis es einem Hausboot gleicht. Die Kreaturen werden gefährlicher, eure Waffen tödlicher und die Rätsel schwieriger: Mit dem Vorankommen über die Inseln ändert sich auch die Vegetation, von sonnigem Strand zu Moor zu Wüste. Es sei hier angemerkt, das Windbound eine prozedural generierte Welt bietet: Jeder Durchlauf ist demnach etwas anders, wobei das größere Schema gleich bleibt. Wählt ihr den Survival-Schwierigkeitsgrad, verliert ihr zudem alles, sobald ihr sterbt – und müsst von vorn anfangen. So schwer müsst ihr es euch aber nicht machen.

Die Welt hat sich weder leer noch seltsam angefühlt, obwohl sie per Algorithmus generiert wurde. Andere Menschen trefft ihr außerdem nicht, ebenso wie jene, welche die Ruinen hinterlassen haben, scheinbar verschwunden oder ausgestorben sind. Und doch: Etwas lebt in den Meeren, etwas großes, das in euren Träumen zu euch spricht – oder war es überhaupt ein Traum?

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Windbound ist wirklich hübsch, ebenso wie das Survival-Gameplay mit seiner mittleren Schwere jeden eurer Schritte meditativ begleitet. Auf viele Arten ist es deshalb gar nicht wie Zelda, was allerdings auch nicht schlimm ist: Dieses kleine, mysteriöse Spiel hat seinen ganz eigenen Charme, den ich in naher Zukunft gern näher kennenlernen würde. Windbound erscheint am 28. August für PS4, Xbox One, PC und Nintendo Switch.