Gut Ding will Weile haben. Microsoft hat es jedoch vielleicht etwas zu gut gemeint und sich erst jetzt mit einem Windows-Fehler auseinandergesetzt, der bereits seit 17 Jahren sein Unwesen treibt. Vorwerfen kann man das dem Windows-Entwickler trotzdem nicht. Wenn man die Umstände betrachtet, hat man sogar verhältnismäßig schnell reagiert.

 

Windows 10

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SigRed: Microsoft schließt Sicherheitslücke in Windows

Sicherheitsforscher von Check-Point sind während ihrer Arbeit auf eine Sicherheitslücke in Windows gestoßen, die bereits seit 2003 im Betriebssystem verankert sein soll. Bislang scheint der schwerwiegende Fehler jedoch noch nicht von Angreifern ausgenutzt worden zu sein.

Der Bug tritt im Domain-Name-System (DNS) der Windows-Server-Software auf und erlaubt es den Angreifern, schädlichen Code ins System einzuschmuggeln. Dieser erlaubt es den Hackern, Webseiten zu übernehmen, fremde E-Mails zu lesen und persönliche Informationen zu stehlen, wie t3n berichtet.

Microsoft nimmt dieses Problem nicht auf die leichte Schulter. Auf der offziellen Webseite wird die Sicherheitslücke mit der höchstmöglichen Risikobewertung von 10 Punkten eingestuft. Zudem erwähnt das Unternehmen, dass sich der Schadcode über die Sicherheitslücke wurmartig verbreiten kann. Ist ein System in einem Netzwerk betroffen, können also auch andere Geräte von der Malware ohne das Zutun der Nutzer befallen werden.

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Check-Point warnt Unternehmen davor, das Problem abzutun. Im Gegensatz zu vielen anderen Sicherheitslücken scheint dieser Fehler auch von Angreifern ohne sonderliches Know-How ausgenutzt werden zu können. Das Risiko ist also hoch.

17 Jahre alter Windows-Fehler: Update löst das Problem

Immerhin hat Microsoft schnell reagiert und SigRed bereits mit dem letzten Patch-Day geschlossen. Wer sein System auf die neuste Version aktualisiert, sollte sich keine Sorgen mehr machen müssen. Betroffen waren die Windows-Server-Versionen von 2003 bis 2019.