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Nach GTA- & Pokémon-Fiasko: Wer jetzt noch vorbestellt, geht auch besoffen ins Casino

Pokémon und GTA beweisen: Vorbestellen lohnt sich nicht. (© The Pokémon Company)
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Videospiele sind an ihrem Release-Termin oft im besten Fall hoffnungslos verbuggt und im schlimmsten Fall komplett unspielbar. Wenn ihr ein Spiel trotzdem vorbestellt, müsst ihr eben mit den Konsequenzen leben.

Ein Kommentar von Gregor Elsholz

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Den nächsten großen Videospiel-Hit vorzubestellen, ist ein bisschen wie angetrunken ins Casino zu gehen. Eine gewisse Zeit lang fühlt es sich ziemlich gut an, die Chips sitzen locker in der Tasche, die Stimmung ist ausgelassen und alle Spieler verfolgen das gleiche Ziel. Es ist so einfach, an den ganz großen Wurf zu glauben, die Chancen stehen so gut wie nie zuvor, schließlich kann man ja nicht immer verlieren – ein Optimismus, der sich jedoch leider meistens als Trugschluss herausstellt und nicht selten in einem schmerzhaften Kater endet.

Von Anthem bis Cyberpunk 2077: Hoch gepokert, viel verloren

Genau so wie beim Casino-Besuch sind Spieler auch bei Vorbestellungen von Games nicht die Partei, die auf lange Sicht profitiert. Mittlerweile stehen die Erfolgsquoten gefühlt aber sogar beim Roulette besser als am Erscheinungstag eines neuen Triple-A-Spiels.

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Viele der größten Releases der letzten Jahre haben sich als gigantische Groschengräber für falsche Einsätze herausgestellt, ohne dass sich etwas geändert hätte. Cyberpunk 2077 schien für manche ein Weckruf zu sein, aber danach gab es trotzdem das exakt gleiche Theater mit der GTA-Trilogy, Pokémon Karmesin und Purpur oder Battlefield 2042. Und CD Projekt Red war keinesfalls das erste Studio, das solch ein schlagkräftiges und öffentliches Argument gegen Vorbesteller vorgebracht hat. Denn nur kurz davor haben Fallout 76, Anthem und No Man’s Sky bereits ebenfalls mit gezinkten Karten gespielt.

In unserem Video zeigen wir euch einige der verrücktesten Glitches in Pokémon Karmesin und Purpur:

Pokémon Karmesin & Purpurs schlimmschönste Bugs & Glitches Abonniere uns
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Vorbestellungen zahlen sich selten aus

Games, die von Weitem wie ein solides Blatt aussehen, entpuppen sich am Veröffentlichungstermin immer öfter als Marketing-Bluff, der Spielern teuer zu stehen kommt. Framerates im einstelligen Bereich, fehlende Features und eine Fülle an Glitches, die am besten in einem Monty-Python-Sketch aufgehoben wären, sind mittlerweile die wohl gängigsten Vorbesteller-Boni.

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Dazu kommt in vielen Fällen noch die Tatsache, dass die dringend nötigen Patches erst einige Wochen später nachgereicht werden, wenn das Spiel seinen ersten Rabatt erhält, weil es wegen berechtigter Kritik vom Release-Tag an die Verkaufsziele verfehlt hat. Somit zahlen Vorbesteller für ein unfertiges Produkt deutlich mehr als andere Spieler, die ein kleines bisschen Geduld beweisen.

Videospiel-Vorbestellungen sind reines Glücksspiel

Wer sich trotzdem Videospiele vorbestellt, kann dies natürlich weiterhin tun. Glücksspiel ist in Deutschland unter bestimmten Bedingungen schließlich erlaubt und überhaupt kann ein Abend im Casino ja auch Spaß machen – und sei es nur, weil ein Hauptgewinn für kurze Zeit so nah scheint. Doch wie beim Glücksspiel sollte im Vorhinein immer davon ausgegangen werden, dass die Chips am Ende weg sind, denn am Schluss gewinnt nun einmal immer die Bank.

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