Mit dem Nokia C2 hat HMD Global ein neues und sehr abgespecktes Handy im Gepäck, das besonders günstig werden soll. Für Verwirrung sorgt allerdings das Betriebssystem, denn der Hersteller setzt auf eine ältere Version von Android. Doch es gibt auch positive Überraschungen.

 
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Nokia C2: Neues Billighandy mit Android Go

HMD Global hat einen Nachfolger zum Nokia C1 vorgestellt. Wie schon beim Vorgänger handelt es sich auch beim Nokia C2 um ein extrem günstiges Handy, das mit schwacher Hardware ausgestattet ist. Beim Betriebssystem setzt HMD Global leider auf Android 9 in der Go-Variante. Android Go wurde für Smartphones konzipiert, die nur über eine recht eingeschränkte Leistung verfügen – zum Nokia C2 passt es also gut. Warum aber nicht auf Android 10 Go gesetzt wird, bleibt ein Rätsel, zumal im September 2020 bereits Android 11 veröffentlicht wird.

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Das Smartphone richtet sich in erster Linie an Kunden, die möglichst wenig Geld ausgeben möchten und dafür bereit sind, auf eine gute Ausstattung zu verzichten. Allerdings kann das Nokia C2 mitunter sogar gegenüber Flaggschiffen punkten, denn ein klassischer Kopfhöreranschluss im 3,5-mm-Format ist zum Beispiel mit von der Partie.

Das LC-Display des kleinen Handys kommt auf eine Diagonale von 5,7 Zoll, ein Format von 18 zu 9 und löst mit HD+ auf. Die Ränder sind an allen Seiten deutlich ausgeprägt, einen Notch gibt es nicht. Beim Prozessor hat man sich für einen Unisoc des gleichnamigen chinesischen Halbleiterunternehmens entschieden. Die Taktfrequenz der vier Kerne liegt bei 1,4 GHz. Dem Prozessor steht ein einziges Gigabyte an Arbeitsspeicher zur Verfügung. Hinzu kommt noch eine interne Kapazität von 16 GB, die sich allerdings via microSD-Karte um bis zu 64 GB erweitern lassen.

Mehr zum Nokia C2 gibt es im offiziellen Trailer:

Nokia C2 mit Android Go vorgestellt

Nokia C2: Akku leistet 2.800 mAh

Der Akku ist mit einer Leistung von 2.800 mAh eher schmal bemessen, muss aber auch keine besonders stromhungrigen Bauteile versorgen. Auch der Akku des Google Pixel 4 kommt auf die gleiche Kapazität. Aufgeladen wird die Batterie des Nokia C2 über Mikro-USB (USB 2.0). Einen Schnelllademodus gibt es nicht, das heißt es fließen maximal 5 Watt. Highlight ist hier die Tatsache, dass sich der Akku leicht entfernen und somit austauschen lässt.

Fotos und Videos schafft das günstige Handy auch, wobei hier sowohl bei der einzigen Haupt- als auch bei der Rückkamera schon nach 5 MP Schluss ist. Beide Linsen haben einen LED-Blitz spendiert bekommen.

Das Nokia C2 in schwarzer Ausführung. Bild: HMD Global.

Neben WLAN, GPS und Bluetooth 4.2 gibt es noch ein LTE-Modul, was in dieser Preisklasse eine Überraschung darstellt. Eine zweite SIM-Karte kann ebenfalls eingesetzt werden, wie Caschys Blog berichtet.

Wann HMD Global das Nokia C2 in den Handel geben wird, ist noch nicht verraten worden. Immerhin stehen die Farben schon fest: Schwarz und Cyan sollen es werden. Da der Vorgänger für etwa 50 Euro verkauft wurde, ist beim Nokia C2 mit einem geringfügig höheren Preis zu rechnen. Ein dreistelliger Betrag dürfte es aber nicht werden.