Eine neue Untersuchung zeigt eindrucksvoll, wie schnell Handys im Laufe der Zeit an Wert verlieren. Android-Smartphones ergeht es da sehr viel schlechter als Apple-Handys – doch es gibt große Unterschiede zwischen den Herstellern. Ein beliebtes Smartphone von Samsung schneidet besonders schlecht ab.

 

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Android-Smartphones verlieren viel schneller an Wert

Einer groß angelegten Studie von BankMyCell zufolge sind Android-Smartphones keine gute Wertanlage. Flaggschiffe mit Googles Android-Betriebssystem verlieren fast doppelt so schnell an Wert im Vergleich mit iPhones. Schlecht sieht es auch bei günstigen Android-Smartphones aus, sie verlieren schon nach einem Jahr die Hälfte an Wiederverkaufswert. Große Unterschiede gibt es aber zwischen den einzelnen Herstellern. Manche schlagen sich auch nach längerer Zeit noch überraschend gut.

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Am besten schneiden Apple und HMD Global (Nokia) ab. Im Jahr 2019 lag der durchschnittliche Wertverlust bei iPhones bei fast 26 Prozent, während es für Android-Handys von HMD Global 27,7 Prozent nach unten ging. Samsung liegt mit einem Wertverlust von 34,4 Prozent etwa im Mittelfeld.

Deutlich schlechter sieht es bei Smartphones aus dem Hause Google (-51,7 Prozent), LG (-56,7 Prozent) und Motorola (-59,4 Prozent) aus. Bei diesen Herstellern kann es sich also besonders lohnen, mit dem Kauf länger zu warten. Alle Zahlen beziehen sich auf den Zeitraum zwischen Januar und Dezember 2019.

Wertverlust nach Herstellern in der Übersicht:

Durchschnittliche Einbußen beim Wiederverkauf nach Hersteller. Bild: BankMyCell.

Android und iPhones: Erst nach vier Jahren gleichauf

Während die Unterschiede zwischen Android-Smartphones und iPhones gerade in den ersten Monaten nach dem Kauf enorm sind, normalisieren sich die Preise nach vier Jahren. iPhones verlieren in den ersten 12 Monaten im Durchschnitt etwas mehr als 20 Prozent, während günstige Android-Smartphones da schon bei -50 Prozent angekommen sind. Der Wertverlust bei iPhones ist eher kontinuierlich, während Android-Handys nach zwei Jahren die Talsohle schon so gut wie erreicht haben – viel schlimmer wird es danach nicht mehr.

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Samsung Galaxy S10 Plus verliert am meisten

In absoluten Zahlen gesehen hat Samsungs Galaxy S10 Plus von allen 200 untersuchten Handys am meisten an Wert verloren. Zwischen März und Dezember 2019 ging es im Durchschnitt 373 US-Dollar (331 Euro) nach unten. Relativ gesehen belegt das Galaxy S7 bei den Samsung-Handys den „Spitzenplatz“ mit einem Wertverlust von fast 50 Prozent.

Was wir von der Galaxy-S10-Reihe halten, erfahrt ihr im Video:

Samsung Galaxy S10 vs. S10e vs. S10 Plus

Noch schlechter sieht es bei Motorola aus, wo durch die Bank weg alle Handys stark an Wiederverkaufswert eingebüßt haben. Ganz an der Spitze ist das im Oktober 2018 veröffentlichte Motorola One zu finden, das mehr als drei Viertel an Wert verloren hat. Im Durchschnitt gibt es heute gerade noch 43 US-Dollar (38 Euro) für das Smartphone. Bei anderen im Jahr 2018 erschienenen Handys sieht die Sache deutlich besser aus: Das Sony Xperia L2, Nokia 7.1 und HTC U12 Plus haben weniger als 20 Prozent einbüßen müssen.