Das hat sich Huawei wohl anders vorgestellt: Eigentlich sollte das neue Top-Smartphone der Chinesen zeigen, wie weit Huawei der Konkurrenz technisch überlegen ist – doch ein Konzernmanager hat jetzt die traurige Wahrheit enthüllt. Die Zahlen sind dramatisch. 

Dass faltbaren Smartphones die Zukunft gehört, liegt auf der Hand. Der praktische Nutzen der Geräte, die sich mit einem Handschlag vom kompakten Handy in ein Tablet verwandeln, ist unbestreitbar und dürfte die Mobilfunkwelt ähnlich revolutionieren wie einst das iPhone. Blöd für Huawei: Diese Zukunft ist noch nicht da – und in der Gegenwart macht der Hersteller ordentlich Verlust mit seinen Falt-Handys.

Huawei Mate Xs: Faltbares Smartphone macht ordentlich Verlust

Mit dem faltbaren Mate Xs, dem Kronjuwel aus Huaweis Smartphone-Abteilung, hat der ambitionierte Konzern zwischen 60 und 70 Millionen US-Dollar verloren – dass, obwohl das Handy erst Ende Februar vorgestellt wurde und in Deutschland nicht weniger als 2.499 Euro kostet. Laut Huawei-Manager Yu Chengdong sei das Mate Xs in der Produktion noch immer so teuer, dass selbst der ohnehin schon astronomische UVP die Kosten am Ende nicht wieder hereinholen kann, wie GSMarena unter Berufung auf die chinesische Seite IT Home berichtet.

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Was wir vom Huawei Mate Xs halten, seht ihr hier im Video:

Huawei Mate Xs im Hands-On: Faszinierend, faltbar, viel zu teuer

Huaweis Falt-Handy: Erfolgreicher mit Google-Apps?

Angesichts der katastrophalen Verluste rund um das Mate Xs stellt sich natürlich die Frage, ob das Huawei-Handy erfolgreicher gewesen wäre, wenn es Zugriff auf den Play Store und Google-Apps und -Services hätte? Seit fast einem Jahr ist der Konzern auf der sogenannten „schwarzen Liste“ der USA, die es US-amerikanischen Unternehmen untersagt, ohne spezielle Ausnahmeregelung mit Huawei Geschäfte zu machen. Während Microsoft so eine Ausnahmeregelung besitzt und Huawei-Notebooks deshalb weiter mit Windows 10 ausgeliefert werden, sieht es im Smartphone-Sektor anders aus.

Huawei selbst möchte weiter mit Google zusammenarbeiten, erklärte der Konzern unlängst. Bis dahin setzt der Konzern auf sein eigenes Ökosystem – und Neuauflagen älterer Handys, die vom Embargo nicht betroffen sind.