Mit künstlich hergestelltem Kraftstoff will FDP-Chef Christian Lindner den Verbrennungsmotor retten. Für seine Pläne hatte er prominente Unterstützung von Oliver Blume, langjähriger Porsche-Chef und seit kurzem an der Spitze von VW. Doch der lässt den Finanzminister vor versammelter Mannschaft im Regen stehen.

 
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Kaum Rückendeckung für Lindner: VW-Chef düpiert FDP-Mann bei E-Fuels

Die Rückendeckung für Christian Lindners E-Fuels-Pläne bröckelt. Das zeigte sich beim Autogipfel 2023 der Bundesregierung unter Leitung von Kanzler Olaf Scholz überdeutlich. Der Finanzminister wollte beim Treffen von Spitzenpolitikern und Industrievertretern von VW-Chef Oliver Blume wissen, welche Bedeutung die sogenannten E-Fuels für den Neuwagenmarkt hätten. Der sprach daraufhin aber nur von Verbrennern im Bestand, also gerade nicht von Neuwagen.

Auf Nachfrage wurde Blume noch deutlicher. Synthetischen Kraftstoffen würde bei Neuwagen höchstens eine Nischenrolle für Kleinserienhersteller zukommen (Quelle: Spiegel). Eine heftige Breitseite für Lindner, denn im Umkehrschluss heißt das: E-Fuels haben so gut wie keinen Platz bei Neuwagen. Blume bekennt sich damit erneut zur Zukunft des E-Motors. Wenn nicht als einzige, dann aber doch als klar dominierende Antriebsalternative.

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Die E-Fuels aber sind für ihn eher als Porsche-Chef interessant, damit Sportwagenfahrer möglichst lange mit weniger Klimaeffekten weiterfahren können. Bei VW zeigen hingegen auch für Blume alle Zeichen weiter auf E-Autos. Für Lindner ist diese Ansage ein Schlag ins Gesicht. Die FDP hatte sich bereits seit Beginn der Ampelkoalition für E-Fuels stark gemacht, da diese eine Alternative sein könnten, um mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren praktisch klimaneutral zu fahren.

Christian Lindner auf verlorenem Posten: E-Fuels keine echte Alternative

Die Argumente gegen diese Ansicht sind bekannt: E-Fuels seien zu teuer, zu ineffizient und technisch noch nicht ausgereift. Zumindest letztes widerlegte Blume mit einer Probe. Doch die Entwicklung lohne sich nur, wenn auch Neuwagen mit den künstlichen Kraftstoffen betrieben werden. Nur für den Bestand zu entwickeln, damit würden VW und Co. kein Geld verdienen.

Auch bei der Wahl zwischen Verbrenner und E-Auto spielt Geld eine große Rolle:

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Für Lindners Versuch gegen den Strom zu schwimmen, könnte Blumes Ansage der letzte Sargnagel sein. Die FDP stellte sich damit gegen die Koalitionspartner, auch in der EU gibt es nicht eben viele Unterstützer für die Linie. Dem Spiegel zufolge habe Lindners Stoßrichtung sogar entscheidende Mängel, weshalb nicht einmal die E-Fuel-Lobby mehr hinter ihm stehe.