Opel muss einen gigantischen Rückruf starten. Betroffen sind über 200.000 Autos weltweit, die zurück in die Werkstätten müssen. Grund ist ein Fehler, der die Software der Wagen betrifft, aber nicht aus der Ferne behoben werden kann.

Rückruf bei Opel: Über 200.000 Corsa sollen zurück in die Werkstatt

Opel-Fahrer, aufgepasst: Der Rüsselsheimer Autobauer ruft über 204.000 Stück des beliebten Modells Opel Corsa zurück. Darüber informiert das Kraftfahrt Bundesamt (KBA). Beim Corsa kommt es demnach zu einem Defekt, der die Verkehrssicherheit gefährdet und so auch für andere Verkehrsteilnehmer zu einer Gefahr werden könnte.

Das KBA bemängelt eine „fehlende Warnung an den Fahrer bei Defekt an den Fahrtrichtungsanzeigern.“ Soll heißen: Wenn mit den Blinkern etwas nicht stimmt, sie nicht wie vorgeschrieben funktionieren, erfahren Fahrerinnen oder Fahrer davon durch das Auto nichts. Eigentlich müsste das Bordsystem im Corsa einen Defekt am Blinker erkennen und daraufhin mit einer Warnung reagieren. Diese bleibt aber offenbar aus.

Das Problem liegt damit gerade auch darin, dass Fahrerinnen und Fahrer eines Corsa ihres Wissens nach fehlerfrei fahren, dabei aber ohne es zu wissen den Straßenverkehr gefährden könnten. Betroffen sind 204.297 Fahrzeuge weltweit, davon sollen laut KBA vermutlich 20.073 in Deutschland zugelassen sein. Es geht um Modelle der Baujahre 2019 bis 2021, die mit Ecoled-Scheinwerfern ausgestattet seien, so ein Opel-Sprecher (Quelle: inFranken).

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Opel-Rückruf trifft E-Autos und Verbrenner

Im Zusammenhang mit dem Fehler sind bisher weder Sach- noch Personenschäden bekannt, heißt es von Opel weiter. Mit ihrem Corsa in die Werkstatt müssen Fahrer übrigens unabhängig von der Antriebsvariante. Der Fehler könne sowohl beim klassischen Corsa mit Verbrennungsmotor als auch bei der Elektroversion auftreten.

Opel setzt nicht nur beim Corsa auf Elektroantrieb, auch der Manta kehrt als E-Auto zurück:

Teaser zum Opel Manta GSe ElektroMOD

Den Fahrzeughaltern rät die Bundesbehörde, sich direkt an Opel oder an eine Vertragswerkstatt zu wenden. Um den Fehler zu beheben, müsse das zentrale Steuergerät BSI neu programmiert werden. Das könne nur vor Ort erledigt werden. Laut Opel dauert die in diesem Zusammenhang nötige „Aktualisierung der Diagnosesoftware“ etwa 45 Minuten.