Seit Jahren weigert sich Samsung beharrlich, ein praktisches Android-Feature zu übernehmen, das nerviges Warten während Updates deutlich reduziert. Nach der Vorstellung des Galaxy S22 wird klar, dass die Südkoreaner auch beim neuen Smartphone-Flaggschiff nicht davon abrücken.

 
Samsung Electronics
Facts 

Updates sind eine nervige Sache. Gefühlt brauchen sie Ewigkeiten zum Laden und im Anschluss darf man sich 15 bis 20 Minuten in Geduld üben, bis alles fertig installiert und jede App aktualisiert ist. Um die Wartezeit zu verkürzen, hat sich Google ein cleveres Feature ausgedacht: „Seamless Updates“ (deutsch: nahtlose Updates). Ausgerechnet darauf verzichtet aber das Galaxy S22.

Samsung Galaxy S22 ohne Seamless Updates

Der Name ist hier Programm, denn mit den Seamless Updates hat Google seit 2016 den Update-Prozess von Android-Smartphones gehörig beschleunigt. Einfach gesprochen werden seitdem Updates zuerst im Hintergrund heruntergeladen und auf einer unsichtbaren Festplatte installiert, die eine Kopie des Android-Betriebssystems beinhaltet. Beim Neustart wechselt das Android-Smartphone nun auf diese aktualisierte Festplatte.

Nerviges Warten, bis das Update installiert ist und jede App auf den neuesten Stand gebracht wurde, entfällt somit. Umso bedauerlicher, dass Samsungs neue Top-Smartphones auf dieses praktische Feature wieder einmal verzichten (Quelle: 9to5Google). Weder das Galaxy S22 noch das Galaxy S22 Plus oder Galaxy S22 Ultra werden Seamless Updates unterstützen.

Damit führt Samsung eine fragwürdige Tradition fort, denn der Branchenprimus weigert sich seit fast sechs 6 Jahren, dieses praktische Android-Feature zu übernehmen.

Das Samsung Galaxy S22 im Hands-On:

Samsung Galaxy S22 im Hands-On Abonniere uns
auf YouTube

Samsung bleibt bei Softwareupdates Paradebeispiel

Unterm Strich bleibt Samsung beim Thema Softwareupdates aber ein absolutes Paradebeispiel, daran ändert auch der Verzicht auf die Seamless Updates nichts. Kein Hersteller liefert so zügig und so langanhaltend Updates an seine Nutzer aus. Seit neuestem sogar vier Jahre lang.