In Deutschland arbeiten SAP und Deutsche Telekom an der Corona-Warn-App für iPhone und Android-Smartphones. Nun gibt es konkrete Zahlen dazu, wie hoch die Kosten für diese Entwicklung und den Betrieb der App sind.

 

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Entwicklung der Corona-Warn-App kostet 20 Millionen Euro

Erst Anfang April präsentierten Apple und Google ihre gemeinsamen Pläne, um das sogenannte Kontakt-Tracing auf iPhone und Android-Smartphones zu ermöglichen. Auf dieser von den Softwaregiganten geschaffenen Basis setzt die deutsche Corona-Warn-App auf, dessen Komponenten als Open-Source bei GitHub eingesehen werden können.

Wie unter anderem das Handelsblatt und heise online in Berufung auf Regierungskreise berichten, soll diese Entwicklung der App den Bund rund 20 Millionen Euro gekostet haben. Neben den Leistungen für die Programmierung kommt aber auch der dazugehörige Betrieb der gesamten Plattform hinzu.

Die Betriebskosten sollen monatlich 2,5 bis 3,5 Millionen Euro kosten. Ein großer Anteil davon entfällt auf zwei Telefon-Hotlines der Telekom, welche rund um die Uhr in Deutsch, Englisch und Türkisch erreichbar sein müssen. Die Hotlines sollen bei der Installation und auch im Falle von positiven Testergebnissen helfen. Laut heise seien die Kosten „am unteren Ende der von der Bundesregierung prognostizierten Größenordnung“. Bislang hatte man lediglich mit einem „zweistelligen Millionenbetrag“ gerechnet.

Apple hat sich auch abseits der Softwarelösung in Form von iOS 13.5 dem Schutz vor COVID-19 angenommen – mit diesem Gesichtsschutz:

Im Einsatz gegen Corona: Apples Gesichtsschutz im Video erklärt

Corona-Warn-App soll ab Mitte Juni verfügbar sein

Die Corona-Warn-App soll ab der kommenden Woche in den App-Stores verfügbar sein. Derzeit befindet sich die App noch im Beta-Test. Ziel der Anwendung ist es, Infektionsketten besser erkennen und durch eine schnellere Nachverfolgung früher unterbrechen zu können.

Wurde ein Anwender positiv getestet und hat diesen Test in der App gemeldet, sollen andere Nutzer, deren Smartphones in der Nähe dieser Person waren, über eine mögliche Infektion informiert werden. Diese können dann entsprechende Maßnahmen treffen, um weitere Infektionen zu verhindern.