Die Impfreihenfolge für die Corona-Impfstoffe AstraZeneca und von Johnson & Johnson wurde vor einiger Zeit offiziell in Deutschland aufgehoben. Doch wie bekommt man einen Termin, wenn man sich impfen lassen möchte? Die Arztpraxen werden mit Anrufen und Anfragen überflutet, Impfstoff gibt es auch nicht überall. Die Lösung für das Problem will ein Start-up liefern. Auf sofort-impfen.de kann man sich unkompliziert einen Termin besorgen – falls die Ärzte mitmachen.

 
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Update vom 30.05.2021: Vor drei Wochen habe ich mich bei sofort-impfen.de angemeldet und bisher noch keinen Termin erhalten. Das Team hat in einer E-Mail nur mitgeteilt, dass sich innerhalb von 14 Tagen 1,7 Millionen Menschen angemeldet haben. Ob überhaupt Termine vermittelt wurden, ist nicht bekannt. Das Team wurde aber vergrößert und es soll eine Vermittlungsfunktion integriert werden. Zumindest in unserer 80.000-Einwohner-Stadt scheinen die Ärzte nichts von der Plattform zu wissen. Ich versuche mein Glück also weiter beim Hausarzt. Hoffentlich wurden nicht nur die persönlichen Daten abgegriffen.

Originalartikel:

Sofort impfen: Webseite vermittelt Impftermine in der Nähe

Wer sich bisher noch nicht impfen lassen konnte, das aber tun möchte, da jetzt die Impfreihenfolge für gewisse Impfstoffe aufgehoben wurde, kann sich jetzt auch online für einen Termin eintragen. Die Webseite sofort-impfen.de will Ärzte mit Impfstoff, der nicht verimpft wird, da Menschen nicht auftauchen oder absagen, und wirklich Impfwillige zusammenbringen. Auf der Webseite kann man sich mit seiner E-Mail-Adresse und der Postleitzahl eintragen und Impftermine in der Nähe vorschlagen lassen. Aktuell ist der Umkreis auf 5 km begrenzt, die Entwickler arbeiten aber an einer Option, mit der der Radius manuell erweitert werden kann.

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sofort-impfen.de

Trägt man sich auf der Webseite ein, dann bekommt man mit Glück irgendwann eine E-Mail mit einem Impfangebot in der Nähe, wenn die Ärzte in der Nähe diese eintragen. sofort-impfen.de spielt dabei den Vermittler. Alle Vorschläge sind unverbindlich. In der E-Mail stehen der Zeitpunkt, wann die Impfung stattfinden soll, und der Impfstoff, der verimpft wird. Man kann sich also theoretisch den Impfstoff aussuchen, wenn man nicht den erstmöglichen Termin annimmt. Führt man die Impfung durch, bekommt man vom Arzt direkt den Termin für die zweite Impfung, falls diese nötig ist. Bei dem Impfstoff von Johnson & Johnson entfällt diese, alle anderen Impfstoffe benötigen eine zweite Impfung.

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Interesse an Impfungen ist enorm

Schon am ersten Wochenende haben sich laut Business Insider über 200.000 Menschen bei sofort-impfen für eine Impfung eingetragen – Tendenz steigend. Umso bekannter die Webseite wird, desto mehr Ärzte erfahren davon und tragen die Dosen dort ein, die übrig bleiben. Die Idee kam dem Team, das dieses Projekt gemeinnützig betreibt und auf Spenden angewiesen ist, da es in Deutschland keine zentrale Anlaufstelle für Impfwillige gibt. Dass diese benötigt wird, zeigt der große Andrang. Natürlich gibt es keine Garantie für einen Impftermin. Trotzdem ist es einen Versuch wert, wenn man in einer Altersgruppe ist, die sonst noch Monate warten müsste.