Falls ihr euch schon immer gefragt habt, wie ein „Full Motion Video“-Spiel von Steven Spielberg mit Quentin Tarantino, Jennifer Aniston und den Las Vegas-Magiern Penn & Teller aussieht, hier ist die Antwort.

 

Videospielkultur

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Der Spieleentwickler Paolo Pedercini hat sich das Material vom längst vergessenen Spiel Steven Spielberg's Director's Chair und daraus ein abgedrehtes Full Motion Video“-Spiel gemacht.

Falls ihr mit dem Begriff nichts anfangen könnt, das sind Spiele, die aus Filmszenen mit realen Schauspielern bestehen. Der Spieler entscheidet dann meist unter Zeitdruck wie es an bestimmten Stellen weiter gehen soll und erlebt so die Geschichte, die er selbst mit gestaltet.

Steven Spielberg's Director's Chair war eigentlich kein FMV-Spiel, sondern eine Art Simulation, bei der der Spieler Steven Spielberg bei dem Entstehungsprozess eines Filmes begleitet. Der Spieler übernimmt dann auch die Post-Produktion und wählt zum Beispiel Szenen und Kamerawinkel aus, um diese zu einem Film zusammen zuschneiden.

Spiele-Highlights im August 2020

Da der Spieler am eigentlich nicht viel machen konnte, ging das Spiel unter. Die Filmszenen mit Quentin Tarantino, Jennifer Aniston und Penn & Teller gibt es aber noch und eben aus jenen Szenen hat Paolo Pedercini einen interaktiven Film zusammengeschnitten. Nun könnt ihr die Geschichte selbst erleben und beeinflussen. Wen ein wenig Slapstick und eine paar überdrehte Schauspieler nicht stören, kann durchaus seinen Spaß haben.

Um das Rohmaterial aus den 90ern zu einem vernünftigen Film zusammen zu setzen, brauchte es viel Arbeit. Pedercini fügte noch Soundeffekte und Musik selbst hinzu. Das komplette Spiel könnt ihr einfach kostenlos im Browser spielen. Trotz Material das gut 25 Jahre alt ist, hat Pedercini noch einiges aus den Szenen rausholen können.

Es ist ein merkwürdiges aber spannendes Stück Film- und Videospielgeschichte und ehrlicherweise nicht das schlechteste FMV-Spiel, das je gemacht wurde.

Daniel Hartmann
Daniel Hartmann, GIGA-Experte für FPS, E-Sport, Streaming-Kultur und Mass Effect.

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