Für die einen sind sie praktisch, für die anderen ein Ärgernis: Der massenhafte Verleih von E-Scootern führt zu Problemen, auf die Städte unterschiedliche Antworten haben. Jetzt sind neue Einschränkungen und Verbote geplant.

E-Scooter: Nutzung soll eingeschränkt werden

E-Scooter haben sich in den letzten zwei Jahren mehr oder weniger in das Stadtbild integriert. Doch teils rücksichtslose Fahrer und einfach auf Gehwegen abgestellte Roller führen dazu, dass der Ruf nach Verboten lauter wird. Nun überlegen mehrere Städte in Deutschland sowie im europäischen Ausland, der Lage mit neuen Einschränkungen Herr zu werden.

In Köln steht ein Nachtfahrverbot zwischen 23 und 5 Uhr zur Diskussion. Insbesondere abends und nachts konnten hier vermehrt Vandalismus und Unfälle beobachtet werden. In Paris wird nach einem tödlichen Unfall sogar ein vollständiges Verbot von Leih-E-Scootern geprüft.

In Berlin wiederum könnten Kunden von Tier, Bird und Voi vor einer „erlaubnispflichtigen Sondernutzung“ stehen. Ziel soll es sein, dass die Roller nicht mehr außerhalb festgeschriebener Zonen abgestellt werden dürfen. Kritiker befürchten, dass so die Mobilität stark beschränkt werden könnte. Mit neuen Regeln ist in Berlin frühestens ab September 2022 zu rechnen (Quelle: Tagesspiegel).

Was ist bei E-Scootern in Deutschland erlaubt? Die Antwort gibt es hier im Video:

E-Scooter in Deutschland: Was ist erlaubt? Abonniere uns
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E-Scooter: Verleiher warnen vor neuen Regeln

Wenig überraschend warnen die Anbieter von E-Scootern vor einer zu starken Reglementierung. Die Mitglieder der Plattform Shared Mobility, zu denen viele große Anbieter gehören, zeigen sich gar „empört“. Verbote seien der falsche Ansatz. Zudem soll weiterhin jede Stadt selbst entscheiden, wie mit dem Geschäft der Leih-E-Scooter umzugehen ist.

Unterdessen hat das Umweltbundesamt die Ergebnisse einer Untersuchung zu Verlagerungspotenzialen vorgestellt. Der Umstieg von Auto und Bus auf E-Scooter könnte in Berlin etwa 27.500 Tonnen CO₂ pro Jahr einsparen. Sollten aber vorwiegend Fußgänger auf E-Scooter setzen, würden 5.000 Tonnen CO₂ im Jahr zusätzlich entstehen.