Auch in Deutschland gibt es immer noch viele Funklöcher, die für einen komplett fehlenden Mobilfunkempfang sorgen. Damit soll nun Schluss sein. Die neuen Pläne sollen in Kooperation mit den Betreibern durchgeführt werden.

 

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Kampf gegen Funklöcher: Bundesregierung plant Milliarden-Investition

Wie die Nachrichtenagentur DPA unter Berufung auf das Magazin The Pioneer berichtet, will die Bundesregierung 1,1 Milliarden Euro investieren um „an bis zu 5000 Standorten Funklöcher“ zu schließen. Als Grund für diese Pläne wird die Corona-Krise genannt, welche gezeigt habe „wie wichtig und notwendig die flächendeckende Verfügbarkeit einer leistungsfähigen digitalen Infrastruktur ist“. Die Pläne sollen aus einem Entwurf der Abschlusserklärung des Mobilfunkgipfels hervorgehen, der The Pioneer vorliegt. Der Gipfel soll am Dienstag, den 16. Juni 2020 stattfinden.

Im Rahmen des Gipfels soll die Zusage für die Finanzierung durch den Bund erfolgen. Länder oder Kommunen sollen nicht an dieser Finanzierung teilnehmen. Anders sieht es jedoch bei den Betreibern aus – diese sollen sich sehr wohl an den Kosten beteiligen. Die Koordination des Ausbaus soll durch eine Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft des Bundes erfolgen. Ziel sei es, die Lücken dort zu schließen, „wo ein privatwirtschaftlicher Ausbau auch aufgrund von Versorgungsverpflichtungen oder Ausbauzusagen zeitnah nicht zu erwarten ist“.

Durch die Arbeit aus den eigenen vier Wänden – hervorgerufen durch die Corona-Krise – wurden private Internetzugänge immer wichtiger. In Ermangelung von DSL oder Kabel mussten einige Nutzer daher häufiger auf den Mobilfunk ausweichen, was möglicherweise verstärkt auf die existierenden Funklöcher hingewiesen hat.

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Beschleunigtes Genehmigungsverfahren für neue Mobilfunkmasten

Um den Ausbau zu beschleunigen, wollen die Politiker auch die notwendigen Genehmigungen beschleunigen. So will man in Zusammenarbeit mit Ländern und Kommunen zukünftig die Genehmigungsverfahren für die Mobilfunkmasten innerhalb von maximal drei Monaten abschließen.