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Von wegen Blackout: Dieses Problem könnte Deutschland wirklich drohen

Die Gefahr eines flächendeckenden Blackouts ist in Deutschland eher gering. (© Getty Images / Jovanmandic)

Hohe Preise, Versorgungsengpässe und Rationierung – die Sorgen der Deutschen vor einem Blackout waren selten so groß wie in der aktuellen Lage. Dafür gibt es durchaus Gründe, doch die Bundesnetzagentur sieht das deutsche Stromnetz gut gerüstet. Statt eines flächendeckenden Blackouts könnte uns eher ein anderes Problem treffen.

Bundesnetzagentur: Blackout in Deutschland ist „äußerst unwahrscheinlich“

Deutschland steuert auf einen der teuersten Winter zu, den die Menschen in der Bundesrepublik je erlebt haben. Doch nicht nur die hohen Preise für Gas und Strom machen vielen Bürgerinnen und Bürgern Sorgen. Auch die Sicherheit der Versorgung spielt dabei eine große Rolle. Die Gasspeicher in Deutschland sind inzwischen gut gefüllt. Aber was ist mit einem Stromausfall, womöglich sogar deutschlandweit?

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Die Gefahr eines Blackouts stuft die zuständige Bundesnetzagentur (BNetzA) als sehr gering ein. Einen Blackout versteht man dabei als ein „unkontrolliertes und unvorhergesehenes Versagen von Netzelementen“ (Quelle: BNetzA). Dazu könne es zum Beispiel kommen, wenn ein extrem hoher Bedarf an Strom oder ein geringes Angebot gleichzeitig mit einem schweren Fehler im Netz auftrete. Das ist laut der Behörde allerdings „äußerst unwahrscheinlich“. Das Netz sei mehrfach für entsprechende Fälle abgesichert.

Es gibt jedoch eine andere Form der Unterversorgung mit Energie für deutsche Verbraucher, einen sogenannten Brownout. Der Farbcode im Namen lässt schon darauf schließen, dass es sich praktisch um einen Blackout light handelt, eben in braun statt in schwarz. Metaphorisch verstanden wird es dabei nicht ganz so dunkel – und das trifft auch ziemlich gut, was bei einem Brownout passiert.

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Im direkten Vergleich werden die Unterschiede zwischen Blackout und Brownout deutlich. (Bildquelle: Statista)

Ein Brownout kann im Gegensatz zum Blackout gesteuert werden. Wenn beispielsweise temporär weniger Strom produziert werden kann als nachgefragt wird, wird die Behörde aktiv. So können etwa einige Verbraucher abgeschaltet werden, während andere weiter Strom bekommen und andersherum. Abschaltungen sind dabei sowohl zeitlich als auch regional begrenzt, wenige Stunden ohne Strom sind hier das Maximum. Laut BNetzA könne es zu einem Brownout kommen, wenn Kraftwerke zu wenig Brennstoff haben, um die Stromproduktion aufrecht zu erhalten.

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Brownout ist in Deutschland wahrscheinlicher als Blackout

Die Wahrscheinlichkeit für einen Brownout im kommenden Winter ist der Behörde zufolge zwar höher als die eines Blackouts, aber immer noch gering. Während Deutschland einen Blackout noch nie erlebt hat, gab es einen Brownout seit 17 Jahren nicht mehr (Quelle: Statista).

Um Versorgungsengpässen entgegen zu wirken, können Verbraucher außerdem selbst etwas tun: Sorgsam und reduziert mit dem Strom umgehen. Dazu gehört etwa, eure Stand-by-Geräte vollständig abzuschalten. Bei den teuren Energiepreisen spart ihr damit auch gleich etwas Geld.

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